erste Ladesäule

Jubiläum für einen Grundpfeiler umweltfreundlicher Mobilität in Jena: Vor 10 Jahren – am 7. September 2011 – nahmen die Stadtwerke Energie die erste öffentliche E-Ladesäule vor ihrem Geschäftsgebäude in der Rudolstädter Straße in Betrieb. Noch heute kann jeder E-Autofahrer an der dienstältesten Ladesäule der Stadt Ökostrom tanken. Die Stadtwerke Energie investieren seither und weiterhin in eine flächendeckende Ladeinfrastruktur, um Elektromobilität vor Ort alltagstauglich zu machen.

Bis Ende des Jahres 2021 wollen die Stadtwerke Energie vor allem in Jena und teils auch im Umland etwa 240 Ladepunkte installiert haben. Etwa 65 Ladepunkte davon werden öffentlich nutzbar sein; 60 sind dem Privatbereich zuzuordnen. In lokalen Unternehmen und dem Gewerbe soll die Zahl der Ladepunkte zum Jahresende bei mindestens 80 liegen. Matthias Stüwe, Projektleiter Elektromobilität bei den Stadtwerken Energie sagt: „Zunehmend fragen inzwischen auch Mieter aus Mehrfamilienhäusern bei uns nach Angeboten für wohnungsnahes E-Laden an. Um Lösungen für sie zu schaffen, arbeiten wir mit den drei größten Wohnungsanbietern der Stadt zusammen.“

Neben bereits bestehenden öffentlichen Ladepunkten in den Wohngebieten von jenawohnen, der Wohnungsgenossenschaft Carl Zeiss und der Heimstätten Genossenschaft entstehen in einem Pilotprojekt aktuell persönliche „Mieter-Ladesäulen“ auf Anwohnerparkplätzen. Ab Ende September 2021 sollen Mieter in der Anna-Siemsen-Straße in Winzerla sowie in der Kastanienstraße 1 in Lobeda-Ost eine individuelle Lademöglichkeit auf Parkplätzen ihres Vermieters nutzen können. Möglich ist dies bereits in der Liselotte-Herrmann-Straße in Lobeda-Ost. „Wir wollen schauen, wie dieses Angebot angenommen wird. Aus den gewonnenen Erkenntnissen entwickeln wir dann dauerhafte Leistungen rund ums E-Laden für alle Mieter“, sagt Matthias Stüwe. 

Prognose für Entwicklung von E-Autos in Jena angehoben

Der Bestand an E-Autos in Jena hat sich binnen eines Jahres deutlich mehr als verdoppelt: Ende des ersten Quartals 2021 gab es in der Saalestadt insgesamt 717 E-Fahrzeuge (Hybrid- und vollelektrischer Antrieb). Im Vorjahr waren es noch 235. Diese Entwicklung hat die Akteure der kommunalen Projektgruppe „Elektromobilität Jena 2030“ dazu bewegt, ihre Prognose zur Entwicklung der Elektroautos in Jena anzuheben.

Die Prognosezahlen dienen der Projektgruppe unter anderem dazu, Maßnahmen für das Stromnetz abzuleiten und es auf die steigende Zahl von „Stromtankern“ vorzubereiten. Zuletzt ging die Vorausschau dabei von 10.000 E-Fahrzeugen in Jena im Jahr 2030 aus. Die neue Prognose hebt den Anteil an Elektroautos von 25 auf 35 Prozent – demnach sollen in neun Jahren mindestens 14.000 E-Fahrzeuge in der Saalestadt unterwegs sein. Die kommunale Projektgruppe „Elektromobilität Jena 2030“ bringt unter Federführung der Stadtwerke Jena seit 2017 Vertreter aus Stadtwerken, Jenaer Nahverkehr, Politik, Gewerbe, Wohnungsgesellschaften und städtischen Eigenbetrieben an einen Tisch, um Jena auf die elektromobile Zukunft vorzubereiten.

Quelle: Stadtwerke Jena

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