RWTH Smart Parking

Steuerliche Vorteile und ein steigendes Umweltbewusstsein sorgen für zunehmende Attraktivität der Elektromobilität. Entsprechend wächst auch der Bedarf an einer gut ausgebauten Ladeinfrastruktur. Die Center Metropolitan Cities und Smart Commercial Building im Cluster Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus tragen diesem Trend jetzt mit dem neuen Projekt „Smart Parking & Charging Campus“ Rechnung.

Gemeinsam mit S O NAH und MOON sowie zukünftig weiteren Partnern sollen bedarfsgerechte betriebliche Lade- und Parklösungen erforscht werden, die Unternehmen einen einfachen und flexiblen Zugang zur Elektromobilität ermöglichen und verschiedene Dimensionen der Nutzung von Energie und Mobilität integrieren.

Am 11. Mai markierte der erste Spatenstich für die Ladesäulen den Startpunkt des Projekts. Im innovativen Umfeld des Campus Melaten, direkt hinter dem FIR an der RWTH Aachen und den Centern im Cluster Smart Logistik, entsteht mit Ladesäulen unterschiedlicher Hersteller eine neue Ladeinfrastruktur. Sie ist die Basis für das Projekt und dient gleichzeitig zur „Selbstversorgung“ der im Cluster Smart Logistik ansässigen Institutionen. Im Live-Betrieb sollen Zukunftsthemen der unternehmensübergreifend integrierten E-Mobilität adressiert und deren Erprobung ermöglicht werden. Dazu gehören klassische Fragen zur Entwicklung einer intelligenten Park- und Ladeinfrastruktur sowie zu Verkehrs- und Mobilitätskonzepten, etwa das betriebliche Mobilitätsmanagement und Seamless Mobility. Gleichzeitig werden auch die Chancen untersucht, die sich aus der Kombination von Gebäude, Energie und Ladeinfrastruktur ergeben. Hierzu zählen z. B. die Entwicklung von Ladeinfrastrukturen für Quartiere, die Erprobung des Lastmanagements und die intelligente Buchung von Ressourcen.

„Smart Parking & Charging Campus“ ist ein innovatives Living-Lab, mit dem wir einen Beitrag zu zukunftsweisender, intelligenter Mobilität leisten. Wir wollen jedes Unternehmen in die Lage versetzen, eine Ladeinfrastruktur zu errichten, die den Anforderungen von Betreibern und Nutzern gerecht wird. Gleichzeitig leiten wir mit einem übergreifenden, integrativen Ansatz die „Post-App-Ära“ ein, also die Entwicklung einer sprechenden Infrastruktur, die ohne zusätzliche Apps auskommt.“, erörtert Denis Krechting, Geschäftsführer Metropolitan Cities, die Projektziele. Aleksander Cavlek, Projektmanager im Center Smart Commercial Building und Leiter des Projekts, sieht vor allem die Integration zwischen unterschiedlichen Herstellern als zentralen Erfolgsfaktor für den Durchbruch von Ladelösungen: „Die neutrale Infrastruktur im Cluster Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus verfügt über exzellente Bedingungen, um die Interessen unterschiedlicher Partner auf engstem Raum zusammenzuführen. Das macht die Zusammenarbeit einzigartig und sichert technisch wie wirtschaftlich relevante Ergebnisse.“

So bietet die neue Ladeinfrastruktur mit direkter Anbindung an die Einrichtungen der Industrie-4.0-Referenzfabrik, die Innovation-Labs und den Themenpark im Cluster Smart Logistik ideale Voraussetzungen für den Live-Testbetrieb von Elektrofahrzeugen. Darüber hinaus ermöglicht sie die Erprobung und Weiterentwicklung innovativer Konzepte zur Integration in physische und digitale Infrastrukturen wie Kommunikationsnetze, Quartiere und Gebäude. Themen, die in diesem Zusammenhang untersucht werden, sind z. B. die Integration in betriebliche Systeme, die Entwicklung von Kundenschnittstellen, die Verwendung erneuerbarer Energien, die Kennzeichenerkennung, die Erkennung von Parkplatz- und Ladezuständen, bidirektionales Laden und das Lastmanagement.

Die Projektumsetzung erfolgt in mehreren Entwicklungsschritten. Ziel des ersten sogenannten „Sprints“ ist es, bis Anfang 2021 drei Use-Cases sowie ein erstes funktionsfähiges Produkt zu realisieren.

Quelle: FIR e.V. an der RWTH Aachen

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