Umwelt- und Klimaschutz steht bei den deutschen Flughäfen im Fokus strategischer Investitions-Entscheidungen. Die CO2-Emissionszahlen belegen den Erfolg der gemeinsamen Klimastrategie der ADV-Flughäfen.

Die Flughäfen wollen ihr Engagement im Sektor Elektromobilität ausweiten. Allerdings sei die politische Unterstützung dafür noch unzureichend, kritisiert der Flughafenverband.

Zwischen 2010 und 2014 haben die ADV-Flughäfen ihre CO2-Emissionen um 12 % gesenkt, obwohl die Verkehrszahlen um 11 % gestiegen sind. Pro Passagier sind das 21 % weniger Emissionen.

„Die deutschen Flughäfen nehmen beim Umwelt- und Klimaschutz eine Spitzenposition ein und gehören zu den Vorreitern dieser Branche in Europa. Um die CO2-Emissionen zu senken, werden an den Flughäfen viele Maßnahmen entwickelt, erprobt und umgesetzt“, sagt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Emissionsfreie Elektrofahrzeuge werden auf dem Vorfeld eingesetzt

Das effiziente Klimaschutzmanagement, wie beispielsweise die Optimierung der Heizungs- und Klimatechnik, der Austausch von Glühlampen in der Vorfeldbeleuchtung gegen LEDs oder der Einsatz von emissionsfreien Elektrofahrzeugen auf dem Vorfeld zahlten sich aus.

Das Engagement der Flughäfen im Elektromobilitäts-Sektor soll weiter ausgebaut werden. Aktuell sind über 700 E-Fahrzeuge an den Flughäfen im Einsatz, es könnten bis zu 10.000 werden. „Es ist zu begrüßen, dass die große Koalition verbesserte Rahmenbedingungen für die Elektromobilität schaffen möchte. In den bisherigen Plänen wird allerdings das Potenzial der Flughäfen nicht berücksichtigt. Regelungen für rein innerbetriebliche gewerbliche Verkehre sowohl für Pkw ohne Straßenzulassung als auch für nicht öffentliche Ladeinfrastruktur sind derzeit nicht vorgesehen. Die meisten E-Fahrzeuge, die an den Vorfeldern zum Einsatz kommen, besitzen keine Straßenzulassung. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, fordert Beisel. 

07.06.2016 | Quelle: ADV | emobilserver.de

0
0
0
s2smodern