SolarBuggy mit ambiBOX®

Bereits seit 2016 arbeiten Studenten der Hochschule Bochum an einem solarbetriebenen Offroadfahrzeug, mit dem sich die Wüste solarautark durchqueren lässt.

Im Oktober starten sie einen Weltrekordversuch mit dem selbst entwickelten SolarBuggy. Dessen Ziel: die australische Simpson Wüste in unter vier Tagen und 21 Stunden zu durchfahren. Dort herrschen zu der Zeit 45 Grad Celsius Außentemperatur: zehn Grad heißer als erwartet. Eine extreme Belastung für Mensch und Material.

Um die faltbaren Solarpaneele direkt mit der Batterie im Fahrzeug verbinden zu können  braucht es eine spezielle DC-Ladetechnik: basierend auf Gleichstrom mit sehr hohem Effizienzniveau auf kleinstem Raum und mit geringem Eigengewicht. Diese muss in der Wüste unter extremsten Bedingungen einen optimalen Wirkungsgrad erreichen. Heißt: staubdicht und auch bei heißen Temperaturen ohne Lüfter über das Gehäuse kühlbar sein. Dafür baute das High-Tech Start-up Ambibox aus Mainz seinen Laderegler um und optimierte die Leistungselektronik, erklärt Geschäftsführer Manfred Przybilla: "Die Technologie im SolarBuggy entspricht der zukünftigen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge: hocheffizient bei gleichzeitig hoher Leistung auf kleinem Raum und auf Gleichspannung basierend. Die Schaltungstechnologie wird so auch im TESLA Model 3 eingesetzt und gilt als wegweisend."

Bis zum Abbruch des Weltrekordversuchs funktioniert die ambiBOX® optimal und erreicht einen Wirkungsgrad von über 99 Prozent: ein Weltrekord im Bereich Systemeffizienz. Damit beweist das Unternehmen, dass es seine Leistungselektronik anwendungsspezifisch anpassen und unter widrigsten äußeren Bedingungen einsetzen kann. Grundsätzlich ermöglicht es die ambiBOX®, diverse Gleichstromgeräte miteinander zu verbinden – ohne Umweg über das Wechselstromnetz. Sie reguliert zudem den Energiefluss der Geräte vollautomatisch. So lassen sich mithilfe der DCDCFlowTM-Technologie je nach Anwendungsfall bis zu 20 Prozent Energie sowie teure Wechselrichter einsparen, dadurch dass Gleichstrom nicht mehr in Wechselstrom umgewandelt werden muss und umgekehrt.

Der Weltrekordversuch des SolarBuggy scheitert schließlich an den Solarzellen, die aufgrund der extremen Temperaturen statt fünf nur drei Kilowatt Leistung liefern, was zu längeren Ladezeiten führt. Als Sandwirbelstürme dazukommen, wird der Rekordversuch abgebrochen.

Quelle: Ambibox GmbH

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