Bangkok

Um den Kunden in der Region "erstklassige Dienstleistung zu vertretbaren Kosten" anbieten zu können, wird der TÜV Süd nahe Bangkok ein Testzentrum für Lithium-Ionen-Batterien errichten.

 13,5 Millionen Euro Investitionssumme

Der TÜV Süd hat in der thailändischen Hauptstadt Bangkok eine Kooperationsvereinbarung mit dem Industrieministerium und dem Thailand Automotive Institute für den Aufbau eines Batterietestzentrums in der Nähe von Bangkok unterzeichnet. Mit einem Gesamtinvestment von 13,5 Millionen Euro soll das Testzentrum für Li-Ionen-Batterien errichtet werden. „Wir können damit unseren Kunden in der Region eine wirklich erstklassige Dienstleistung zu vertretbaren Kosten und ohne großen bürokratischen Aufwand anbieten“ freut sich Volker Blandow, Leiter für den Bereich Elektromobilität bei TÜV Süd.

Den Schwerpunkt werden Antriebsbatterien für Elektrofahrzeuge bilden, aber auch stationäre Speichersysteme und Batterien für elektrische Zweiräder sollen für den Einsatz in tropischen Bedingungen getestet werden. Die ASEAN-Staaten (Association of Southeast Asian Nations - Verband Südostasiatischer Nationen) bildeten mit 650 Millionen Menschen einen gigantischen Automobilmarkt. Thailand sei der größte Produktionsstandort in der Region.

Deutsche Autobauer vor Ort

Deutsche Hersteller bauten in Thailand bereits elektrische Plug-In-Fahrzeuge, seit 2019 würden auch die Batteriesysteme in Thailand gefertigt. „Viele Zulieferer betreiben bereits Forschungs- und Entwicklungszentren in Thailand, so dass der ′Local Content′ auch in diesem Bereich ständig wachsen wird. Und TÜV Süd liefert die technischen Benchmarks und die Erfahrung aus seinen acht derzeit bereits aktiven Batterielaboren weltweit“, so Blandow.

Die Regierungen der ASEAN-Staaten adressierten mit der Elektromobilität zwei Probleme: Die Luftverschmutzung in den großen Städten und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer noch jungen Industrie. Das Labor soll seinen Betrieb Anfang 2020 aufnehmen. (khof)

Quelle: ADAC

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