Baden-Württemberg bewirbt sich für Forschungsfertigung Batteriezelle

Nachdem der Standortbewerbungsprozess des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die Batterieförderung offiziell gestartet ist, hat Baden-Württemberg seine Teilnahme angekündigt. Man sei dafür "perfekt aufgestellt und geradezu prädestiniert".

Batterieforschung ein "entscheidender Hebel"

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hatte Ende Januar angekündigt, in den kommenden Jahren 500 Millionen Euro für die Batterieforschung zur Verfügung zu stellen. Bei der Bewerbung um den Standortzuschlag geht Baden-Württemberg ins Rennen. Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bewertet die Initiative des Bundes als „einen entscheidenden Hebel, um den Weg zu einer industriellen Batteriezellenproduktion in Deutschland zu ebnen“. Baden-Württemberg sei „perfekt aufgestellt und geradezu prädestiniert, die maßgebliche Rolle in diesem Bereich zu spielen“, so die Ministerin.

Auf engem Raum habe man alle notwendigen Kompetenzen und Partner für Forschung, Entwicklung sowie deren Kunden und Anwender konzentriert. Deshalb werde man mit dem „einmaligen Netzwerk aus Industrie und Wissenschaft“ eine Bewerbung für die Ansiedlung der Forschungsfertigung Batteriezelle vorbereiten. An Spekulationen über die Standortsuche will sich Hoffmeister-Kraut nicht beteiligen. Sie setze auf einen "transparenten Entscheidungsprozess" und eine "Auswahl nach fachlichen Kriterien." Die Weichen für eine ausssichtsreiche Bewerbung hat das Bundesland bereits gestellt: Am Dienstag wurde das Batterieforschungscluster CELEST mit Standorten in Ulm und Karlsruhe offiziell eröffnet.

BadenWürttemberg HannoverMesse HoffmeisterKraut

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mit dem Geschäftsführer von e-mobil BW, Franz Loogen (links), und Professor Hans-Christian Reuss auf der Hannover Messe im vergangenen Jahr.

Baden-Württemberg Pavillon auf der Hannover Messe

Auf der Hannover Messe vom 1. bis 5. April präsentiert das Bundesland neue Mobilitätslösungen. „Der Baden-Württemberg Pavillon öffnet Einblicke in die vielfältigen neuen unternehmerischen und technischen Möglichkeiten auf den Mobilitätsmärkten der Zukunft“, heißt es in einer Pressemitteilung. 26 Fahrzeugentwickler und -hersteller, IT-Beratungsunternehmen, Forschungseinrichtungen, Energieversorger, Netzbetreiber, Cluster & Initiativen sowie Zulieferer und Start-ups zeigen Konzepte, Technologien, Komponenten und Komplett-Pakete für neue Mobilitätslösungen. Das Spektrum reicht von smarten Drucksensoren, Steckverbindungen, Leistungselektronik, E-Motoren bis zu E-Fahrzeugkonzepten.

Einen Schwerpunkt bilden zudem moderne Ladeinfrastrukturen mit ihren intelligenten Netzanschlüssen, Speichern, Hochvoltladesäulen und IT-Strukturen für Flottenbetreiber und Energieversorger. So präsentiert etwa der Batterie- und IT-Spezialist ADS-TEC aus Nürtingen die speicherbasierte Schnellladelösung HPC (High Power Charger) mit bis zu 320-kW-Ladeleistung für den direkten Anschluss an das Niederspannungsnetz. Mit dem SmartMobility Portal gibt EnBW eine Antwort auf die Frage nach dem effizienten Management einer E-Flotte. Das Tool ermöglicht Fuhrparkmanagern einen einfachen Überblick über alle eigenen Ladepunkte. Außerdem lassen sich die in der Organisation eingesetzten Lademedien übersichtlich verwalten. (aho)

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