Stromtankstelle

Innerhalb von nur fünf Monaten ist gemäß dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) die Zahl der in Deutschland verfügbaren Ladepunkte um 20 Prozent gewachsen.

Zwölf Prozent Schnelllader

Rund 16.100 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte waren Ende Dezember im BDEW-Ladesäulenregister erfasst, zwölf Prozent davon Schnellladesäulen. Ende Juli 2018 waren es noch rund 13.500 Ladepunkte. Das entspricht einem Plus von etwa 2.600 Stück beziehungsweise 20 Prozent innerhalb von nur fünf Monaten.

Über drei Viertel der Ladesäulen werden von der Energiewirtschaft betrieben. „Die Energieunternehmen drücken beim Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter aufs Tempo. Und das obwohl bisher kaum E-Autos auf den Straßen rollen, sich der Betrieb der Ladesäulen bisher also kaum rentiert. In Thüringen, Hamburg und Berlin kommt gerade einmal eine Handvoll E-Autos auf einen Ladepunkt. Die Energieunternehmen investieren in die Zukunft und leisten ihren Beitrag, damit die Verkehrswende endlich an Fahrt aufnimmt“, so Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Wenige E-Zulassungen

Aktuell sind beim Kraftfahrtbundesamt rund 150.000 Pkw mit Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb gemeldet. Unter den 3,2 Millionen Pkw, die zwischen Januar und November 2018 neu zugelassen wurden, waren gerade einmal 1,6 Prozent elektrisch betriebene Autos. Gemäß einer weiteren Umfrage des BDEW müssen die Unternehmen, die künftig mit Elektromobilität ihr Geld verdienen wollen, noch eine ganze Menge tun, um die Kunden zu überzeugen. Planen doch nur fünf Prozent der Deutschen den Kauf eines E-Autos. Dass sich zumindest schon 29 Prozent informiert haben, wertet der Verband aber als Zeichen dafür, dass Interesse besteht.

Die Politik fordert der BDEW auf, mehr Tempo zu machen, wenn es darum geht, die Installation von Ladeinfrastruktur im privaten Raum zu erleichtern: Durch Fördermittel und Anpassungen im Wohneigentumsrecht. (khof)

Quelle: BDEW

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