Lithium-Ionen-Akku

Der Batteriehersteller Varta ist einer der Partner des Projekts "DigiBattPro4.0", das in Baden-Württemberg an den Start gegangen ist. Das Ziel: die Ansiedlung einer Batteriezellen-Produktion in dem Bundesland.

Baden-Württemberg wirbt mit Standortvorteilen

Varta, eigentlich Anbieter von Lithium-Ionen-Batterien für Entertainment-Geräte, engagiert sich nun auch in einem Verbundprojekt namens "DigiBattPro4.0", das den Fokus unter anderem auf die Elektromobilität und die Digitalisierung des Produktionsprozesses für mehr Effizienz und eine höhere Produktqualität richtet. Denn der zügige Ausbau der Elektromobilität sei entscheidend davon abhängig, wie schnell und preislich wettbewerbsfähig die Hersteller die dafür notwendigen Batterien erhielten, betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut auf einer Konferenz, bei der sie "DigiBattPro4.0" gemeinsam mit Varta und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung präsentierte. Hier herrsche heute jedoch vollständige Abhängigkeit von asiatischen Firmen. "Teilweise erhebliche Lieferverzögerungen und Lieferengpässe" seien die Folgen. Zudem würden die asiatischen Firmen auch auf Preisnachverhandlungen drängen, trotz bestehender Lieferverträge. Darüber hinaus werde der Bedarf an Lithium-Ionen-Zellen auf absehbare Zeit um ein Vielfaches steigen. Und dies nicht nur im Automobilsektor, sondern auch im IT-Bereich oder im Segment Haus und Garten.

„Wir machen uns beim Bund dafür stark, eine Zellfertigung für großvolumige Lithium-Ionen-Zellen im Land zu etablieren“, bekräftigte die Wirtschaftsministerin. Sie forderte die Bundesregierung dazu auf, dass diese bei ihrer Entscheidung über eine Ansiedlung die "offensichtlichen, sachlich nachvollziehbaren Standortvorteile Baden-Württembergs" berücksichtigt. Neben dem Knowhow, das Varta einbringt, habe man unter anderem jahrelange Anstrengungen im Bereich der Batterieforschung unternommen. Hoffmeister-Kraut gab zudem bekannt, dass sich Baden-Württemberg für den von der Bundesregierung gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft geplanten Aufbau einer Forschungsfabrik für Batterien bewirbt. In dieser soll gemeinsam mit der Wirtschaft an Produktionstechnologien für die Zellfertigung geforscht werden – ein Schritt vor einer Industrieanlage.

Erst kürzlich hatte Wirtschaftsminister Peter Altmaier angekündigt, dass die Regierung eine Milliarde Euro in die Batteriezellfertigung investieren will. (khof)

Quelle: Varta, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

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