EnBW startet Initiative für mehr Einfachheit und Transparenz an der Ladesäule

Eine Vielzahl von Anbietern mit unterschiedlichen Preismodellen und Zugangsvoraussetzungen verkompliziert für Endkunden das Auftanken ihrer Elektroautos. Der Stromversorger EnBW will mit einer Aktion ein Zeichen setzen und gibt zudem einen Ausblick auf eine langfristige Lösung.

Sondertarif bis Januar

Keine Roamingkosten, wenn an Nicht-EnBW-Ladestationen getankt wird. Keine Preisunterschiede für die Kunden, wenn sie ihr Auto an fremde Ladesäulen andocken, sofern diese EnBW-Partner sind. Keine monatliche Grundgebühr, sondern ein Festpreis. Dieser beträgt maximal ein Euro für reguläres Laden an einer AC-Ladesäule (Normalladung mit Wechselstrom) und maximal zwei Euro an einer DC-Tanksäule (Schnellladung mit Gleichstrom).

Die Sonderpreise gelten ab sofort für alle Elektrofahrzeug-Besitzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die über die EnBW-Mobility+-App und -Ladekarte bezahlen. Vorerst befristet ist die "Voll auf E" genannte Aktion, die mit einem speziellen Werbespot beworben wird, bis zum 15. Januar des kommenden Jahres.

Pläne für demnächst

Sie ist der Auftakt einer groß angelegten Initiative der EnBW für Elektromobilität. In deren Rahmen will der Energieanbieter ein "einheitliches und transparenten Tarifsystem" erarbeiten. „Wir wollen Kostentransparenz in diesen Preis- und Tarifdschungel bringen“, erklärt Marc Burgstahler, verantwortlich für den Bereich Elektromobilität. So arbeiteten beispielsweise auch die Ladesäulen der EnBW bislang mit einem zeitbasierten Preismodell. Damit ist das Laden an den Schnellladepunkten preiswerter, da dort mehr Strom in kürzerer Zeit fließt. Das zeitbasierte System versuche, "heute noch fehlende technische Möglichkeiten wie sogenannte eichrechtskonforme Stromzähler insbesondere für DC-Ladestationen auszugleichen". Weil die E-Autos außerdem unterschiedlich konfiguriert sind, zahlen Kunden, die deshalb länger laden müssen, mehr . Burgstahler: „Wir stehen in den Startlöchern für eine verbrauchsgenaue Abrechnung und bereiten derzeit die hierfür notwendigen technischen Neuerungen vor.“

Dafür steht die EnBW in Kontakt mit der zuständigen Eichrechtsbehörde, um eine exakte Abrechnung nach geladener Strommenge zu ermöglichen. Für AC-Stationen sei die Technik dafür bereits verfügbar. Für Schnellladestationen werde hingegen noch "mit Hochdruck" an einer vergleichbaren technischen Lösung gearbeitet. Geplant ist ein Kombipreis, in den die Zeit und die Ladeleistung einfließt. Nach Beendigung des Ladevorgangs soll eine Zeitgebühr greifen. „Damit die Ladesäulen zügig für neue Kunden frei und nicht zugeparkt werden“, so Marc Burgstahler. (khof)

Quelle: EnBW

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