Innogy eröffnet Schnelllade-Park in Duisburg

High-Power-Charging, regenerative Energieerzeugung plus hohe Netzverträglichkeit unter einem Dach: Der Ladepark Duisburg könnte Vorbild für weitere Standorte in ganz Deutschland werden.

"Ein Vorzeigeprojekt im Bereich Elektromobilität"

Im Norden Duisburgs, in direkter Nähe zur A42 und A59, haben der Energieversorger innogy und die Stadtwerke Duisburg vier Gleichstrom-Schnellladestationen mit je 150 kW sowie eine Batteriestation mit 210 kWh Kapazität installiert. Letztere soll die Netzbelastung  deutlich minimieren. Ein 180 m2 großes Solardach über dem Ladepark sorgt außerdem für 26.000 kWh Ökostrom im Jahr. Die Schnellladesäulen lieferten Porsche und Delta, der Batteriespeicher kommt von Belectric.

„Die hier entstandene Anlage in Kombination von regenerativer Energieerzeugung mit hochwertigen Schnellladesäulen und Batteriespeicher ist einmalig und ein Vorzeigeprojekt im Bereich Elektromobilität“, sagt Norbert Verweyen, der den Bereich emobility bei innogy verantwortet. Sebastian Limburg, Leiter Innovationsmanagement der Stadtwerke Duisburg, ergänzt: „Mit dem Ladepark und den Schnellladesäulen in direkter Nähe zu A42 und A59 schaffen wir nun auch ein Angebot für den Autobahnverkehr. Der Durchbruch der Elektromobilität gelingt nur, wenn man mit ihr auch weite Strecken bewältigen kann.“

Auch die Städter sollen profitieren

Rund 8 Kilometer ist der Ladepark vom Hauptbahnhof Duisburg entfernt – die Projektpartner haben den Standort trotz Autobahnnähe bewusst innerhalb der Stadtgrenzen gelegt. Denn gerade in dicht besiedelten Ballungsräumen müsse man für Schnelllademöglichkeiten sorgen: „In Großstädten haben Autofahrer häufig keinen festen Stellplatz und somit auch keine eigenen Lademöglichkeiten. Mit diesem richtungsweisenden Projekt ermöglichen wir Elektromobilität auch für Menschen ohne eigenen Stellplatz für ihr E-Auto“, sagt innogy-Manager Verweyen.

Der Ladepark ist nun unter dem Pilotprojekt-Namen „Elektromobilität in Metropolen – Schnelles Laden für den urbanen Alltag“ in den Betrieb gestartet. Mithilfe wissenschaftlicher Begleitung wollen innogy und die Stadtwerke Duisburg nun wichtige Erkenntnisse gewinnen, um das Konzept an weiteren Standorten umzusetzen. (aho)

 

Quelle: innogy

0
0
0
s2smodern

Unser Veranstaltungs-Tipp

Ladeinfrastruktur ko

(© iStock.com / adventtr)

Im dem Seminar "Leistungselektronik für Elektro- und Hybridfahrzeuge" lernen Teilnehmner die Herausforderungen bei Leistungsmodulen und Invertern für die Elektrotraktion kennen. Auch aktuelle Lösungen und Entwicklungen bei Aufbautechnologien und Bauelementen werden diskutiert - am 26. und 27. Februar in München.

Mehr Infos zum Event

Zahl der Woche

Elektromobilität Zahl der Woche

7

Prozent Stellenabbau hat Tesla-Chef Elon Musk in einer Firmenmail vom 18. Januar angekündigt. "There isn't any other way", schreibt Musk darin.

Video-Fundstück

Hier stellen wir interessante, kurze Videos zum Thema Elektromobilität und Energie aus dem World Wide Web vor.

Forscher sind sich sicher: Die Zukunft der Kraftstoffe ist synthetisch. Statt aus Erdöl werden sie aus Fetten, Erdgas oder Strom hergestellt. Der Effekt: deutlich weniger Schadstoffe. Kritiker allerdings warnen: Für eine echte Verkehrswende taugen sie allein nicht. "planet e." geht der Frage nach, ob synthetische Kraftstoffe das Zeug zum Öko-Sprit der Zukunft haben.