Bayerisches Zentrum für Batterietechnik nimmt Arbeit auf

Am neu eröffneten Bayerischen Zentrum für Batterietechnik (BayBatt) der Uni Bayreuth werden Batterien für elektromobile Einsatzzwecke künftig interdisziplinär erforscht und weiterentwickelt.  25 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren in die neue Einrichtung fließen.

 "Ein Leuchtturmprojekt"

„Der Elektromobilität gehört die Zukunft. Leider ist Deutschland aber bei der Batterietechnik zurückgefallen. Daher bauen wir ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Batterietechnik an der Universität Bayreuth auf“, kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am 18. April dieses Jahres an. Bereits sechs Monate später, am 6. September, konnte Wissenschaftsministerin Marion Kiechle das Bayerische Zentrum für Batterietechnik (BayBatt) an der Universität Bayreuth eröffnen.

„Die Gründung von BayBatt ist die konsequente wissenschafts- und wirtschaftspolitische Antwort auf aktuelle und zukünftige Energie- und Mobilitätsfragen – ein Leuchtturmprojekt für die Region Oberfranken in dem wissenschaftlichen Zukunftsfeld Batterieforschung und -entwicklung“, so die Ministerin. Der Freistaat will innerhalb der nächsten fünf Jahre 25 Millionen Euro in den Aufbau des BayBatt investieren.

Das BayBatt als Schnittstelle verschiedener Disziplinen

Aktuell arbeiten an der Universität Bayreuth etwa 20 Gruppen disziplin- und fakultätsübergreifend an Batterie-relevanten Themen. Diese Aktivitäten werden im neuen Bayerischen Zentrum für Batterietechnik gebündelt, ergänzt um neue Professuren, Arbeitsgruppen und einen neuen Bachelor- und Masterstudiengang „Batterietechnologie und Batteriesystemtechnik“.

 „Es gibt einerseits Forschungseinrichtungen zu Batteriematerialien, andererseits ingenieurwissenschaftliche Lehrstühle an Hochschulen sowie industrielle Forschungseinrichtungen mit Fokus auf kompletten Energiesystemen“, führt Michael Danzer, Inhaber des Lehrstuhls Elektrische Energiesysteme und Leiter des BayBatt, aus. „In Bayreuth aber soll das neue Bayerische Zentrum für Batterietechnik an den Schnittstellen von Materialwissenschaft, Elektrochemie, Ingenieurwissenschaft, Informationstechnologie und Ökonomie interdisziplinär forschen und entwickeln.“

Brückenbau in die Industrie

BayBatt wird sich also – deutschlandweit einzigartig – in Forschung und Lehre der gesamten Wertschöpfungskette von Batterien widmen. Das Zentrum setzt vier wissenschaftliche Schwerpunkte: 1. sichere High-Performance-Materialien, 2. Grenzflächenphänomene und Transportprozesse, 3. intelligente Batterien sowie 4. vernetzte Batteriespeicher. In einem „Innovationsökosystem“ soll außerdem die Unterstützung von neuen Geschäftsmodellen, Start-ups und Spin-Offs im Bereich der Batterietechnologie vorangetrieben werden.

„Das BayBatt soll Brücken bauen zwischen den Forschungseinrichtungen zu Batteriematerialien einerseits und den ingenieurwissenschaftlichen Lehrstühlen und Forschungseinrichtungen großer Automobil- und Gerätehersteller, die an den Komplettsystemen arbeiten, andererseits“, wie Ministerin Kiechle bei der Eröffnungsfeier betonte. Die universitären Arbeitsgruppen seien außerdem mit der „einschlägigen Wirtschaft“ vernetzt, was einen „zügigen Transfer der Ergebnisse in die Praxis“ sicherstellen soll. (aho)

 

Quelle: Uni Bayreuth

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