Neue Details zu CATLs Batteriefabrik in Thüringen

Der chinesische Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology (CATL) errichtet in Thüringen sein erstes Batteriewerk außerhalb Chinas. Mit Unterzeichnung der Projektvereinbarung wurden weitere Details zur Produktionsanlage bekannt gegeben.

Folgen bald andere Unternehmen?

Ende Juni diesen Jahres hatte BMW angekündigt, seine Batteriezellen künftig von CATL in Deutschland produzieren lassen zu wollen. Am 9. Juli wurde die Projektvereinbarung zwischen CATL und dem Freistaat Thüringen unterschrieben. Die Produktionsanlage wird eine Kapazität von 14 Gigawattstunden haben und ist als eigenständige Firma mit den Bereichen Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Logistik geplant. Bis 2022 wollen die Chinesen 240 Millionen Euro in das Werk im Industriegebiet Erfurter Kreuz investieren. 600 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. In dem Gebiet sind bereits andere Konzerne wie Lufthansa Technik, Rolls Royce und Bosch angesiedelt.

 „Für Thüringen ist es die bedeutendste Industrieinvestition der letzten zehn Jahre“, betonte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee in Berlin. Über ein Jahr hätten die Verhandlungen gedauert, um CATL letztendlich vom Standort Thüringen zu überzeugen. Nach der Zusage erhofft sich die Landesregierung nun einen Zuzug weiterer Firmen der Batterieherstellung sowie der Zulieferindustrie, so Tiefensee weiter.

  • CATL Batteriewerk Thringen
    Der künftige Standort der CATL-Batteriefabrik im "Erfurter Kreuz" © Wirtschaftsministerium Thüringen
  • CATL Batterie Werk 3
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  • CATL Batterie Werk

    CATLs Investitionsplan für Europa

    Zu CATLs Kunden für Batteriezellen „made in Germany“ sollen BMW, Daimler und VW zählen. Außerdem will der chinesische Batteriehersteller „europäische Kenntnisse“ in den Produktionsablauf mit einbeziehen. „Der Bau eines Werks zur Herstellung von intelligenten Batterien in Deutschland ist der erste Schritt unseres Investitionsplans für Europa. Er dient der Zusammenarbeit zwischen europäischen Autoherstellern und CATL“, so CATLs Vorstandsvorsitzender Robin Zeng.

    Man freue sich darauf, Spitzenprodukte im Bereich der Automobilbatterien auf den europäischen Markt zu bringen. (aho)

     

    Quelle: Wirtschaftsministerium Thüringen

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