TH-Absolventen entwickeln faltbaren Elektroroller

Das von drei Absolventen der TH Köln gegründete Start-up Plev Technologies hat den faltbaren Elektroroller Steereon entwickelt. Durch seine patentierte Allradlenkung soll dieser enge Kurvenradien und eine Carvingtechnik ähnlich wie beim Skifahren ermöglichen.

Reichweite bis 50 Kilometer

„Wir bieten das, was andere kompakte emissionsfreie Roller oder Segways nicht haben: agile Fahrdynamik, Funktionalität und sportliches Design“, sagt Felix Vreden, einer der drei Gründern von Plev Technologies. Vreden hatte bereits während seiner Abschlussarbeit im Bachelorstudiengang Fahrzeugtechnik den E-Roller und die patentierte Allradlenkung maßgeblich mitentwickelt. Gemeinsam mit seinen Kommilitonen Marvin Panek (Studiengang Fahrzeugtechnik) und Maximilian Camp (Studiengang Digital Management), hat er Steereon realisiert.

Der aus Aluminium gefertigte Roller ist voll elektrisch, hat eine Leistung von 500 Watt und ist bis zu 25 km/h schnell. Die Reichweite des entnehmbaren Akkus beträgt je nach Fahrweise rund 50 Kilometer. Die Ladezeit an einer Haushaltssteckdose beträgt zwischen zwei und drei Stunden. Der Clou: Der Elektro-Roller lässt sich auf das Maß eines handelsüblichen Faltrads zusammenklappen. „Der Roller ist nicht nur intermodal, lässt sich also mit verschiedenen Verkehrsmitteln kombinieren”, erklärt Marvin Panek, „sondern er ist auch der ideale Begleiter für Kurzstrecken.“

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    Bis 25 km/h sind mit dem Steereon drin.(Bild: Costa Belibasakis/TH Köln)
  • Elektroroller Steereon TH Kln Plev Technologies 5
    Zwischen 2.000 und 3.000 Euro soll der Steereon kosten. (Bild: Costa Belibasakis/TH Köln)
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    Das Gründertrio: (v.l.) Marvin Panek, Felix Vreden und Maximilian Camp, (Bild: Costa Belibasakis/TH Köln)

    Testfahrer gesucht

    Angeboten wird Steereon in zwei Varianten: Als Cityausführung mit Straßenzulassung, abnehmbarem Sitz und Beleuchtung, sowie als Sportvariante ohne diese Bauteile. In Deutschland ist die Sportvariante nur auf Privat- und Firmengelände erlaubt, in Österreich und in der Schweiz kann auch die Sportvariante zulassungsfrei auf öffentlichen Straßen gefahren werden. Je nach Variante wird der Kaufpreis des E-Rollers zwischen 2.000 und 3.000 Euro liegen.    

    Interessentinnen und Interessenten können sich bereits jetzt als Beta-Tester für die erste Serie des E-Rollers anmelden. „Wir wollen Feedback von den Fahrerinnen und Fahrern sammeln, was ihnen am Roller gefällt und was sie verbessern würden“, sagt Maximilian Camp. Im Gegenzug erhalten die Tester den Roller zum vergünstigten Preis. Die Testphase startet Anfang 2019.

    Das Start-up präsentiert den Elektroroller vom 12. bis 15. Juni auf der CeBIT 2018 in Hannover auf dem Gemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen. (aho)

     

    Quelle: th-koeln.de

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