Das niederländische Start Up Bolt hat per Crowdfunding einen siebenstelligen Betrag für sein Projekt AppScooter eingesammelt. Neben 400 Kilometer Reichweite ist der Lenker des vernetzten Rollers mit einem Multimedia-Touchscreen ausgestattet.

7-Zoll-Display und 4G-Konnektivität

Als der "niederländische Tesla auf zwei Rädern" beschreiben die Bolt-Gründer stolz ihr erstes Projekt - den AppScooter. Das 7-Zoll-Display am Lenker bietet dem Fahrer GPS-Funktion und eine 4G-Internet-Konnektivität. Die Tasten an den Seitengriffen können dazu benutzt werden, automatisierte Textnachrichten zu verschicken, Anrufe entgegenzunehmen oder Musikdienste zu steuern. Voraussetzung ist die Bluetooth-Kopplung des Smartphones mit dem Scooter, der sowohl mit iOS als Android-Betriebbssytemen kompatibel ist.

Der Elektro-Roller ist zudem mit zwei Kameras ausgestattet, die es dem Fahrer erlauben, Fotos zu schießen und diese über die Sozialen Medien zu teilen. Je nach Geschwindigkeit sind bestimmte Funktionen während der Fahrt aber nicht nutzbar, damit die Aufmerksamkeit des Fahrers für den Straßenverkehr nicht leidet. Mit dem AppScooter sei es nicht mehr notwendig, das Smartphone während der Fahrt selbst zu bedienen - ein hoher Risikofaktor für Unfälle, betont Bolt.

Der smarte E-Flitzer ist schafft es von 0 auf 45 km/h in 3,3 Sekunden und lässt mit einem 65 Liter Stauraum genügend Platz (z.B. für einen ganzen Bierkasten, wie Bolt mit einem Augenzwinkern wissen lässt). Die im Fußraum eingebauten Batteriemodule sind mengenmäßig anpassbar - mit drei Modulen kommt der Fahrer bei einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h etwa 200 Kilometer weit. Der AppScooter kommt in einer 2kW, 4kW and 7kW Motor-Ausführung und einer entnehmbaren Batterie. Verkaufsstart ist 2018, die Modelle starten ab 2.990 Euro. Bis 2020 wolle man mindestens 250.000 AppScooter an Kunden ausgeliefert haben, so Co-Gründer Bart Jacobsz Rosier.

 

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