Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (links) und Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Michael Fiedeldey mit E-Scooter am Kranen in Bamberg (Foto: Stadtwerke Bamberg / Fotograf: Matthias Hoch)

Im oberfränkischen Bamberg wurden am vergangenen Freitag deutschlandweit die ersten E-Scooter für den Straßenverkehr zugelassen. Auf Basis einer Sondergenehmigung wurde der Testbetrieb für 15 Fahrzeuge des E-Scooter-Sharing-Anbieters Bird gestartet.

Helmpflicht

Mit dem Test der 15 E-Scooter von Bird wollen die Stadtwerke Bamberg Erfahrungen sammeln, ob ein kombiniertes Angebot aus Öffentlichem Personennahverkehr und Elektrotretrollern die Bürger dazu bewegt, auf Fahrten mit dem eigenen Auto zu verzichten. Die versuchsweise Zulassung findet damit noch vor der offiziellen Zulassung von E-Scootern für den bundesweiten Straßenverkehr statt, die den der Stadt Bamberg vorliegenden Informationen zufolge vorraussichtlich im Sommer erfolgt.

Dank einer Sondergenehmigung können die Bamberger Testfahrer werden im März und April die Bird-E-Scooter auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen ausprobieren. Sind solche nicht vorhanden, darf auf Fahrbahnen oder in verkehrsberuhigten Bereichen gefahren werden. Die Fahrzeuge sind auf eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h begrenzt. Alle Benutzer müssen bestätigen, dass sie volljährig sind und einen Führerschein der Klasse B (Pkw bis 3,5 Tonnen) besitzen. Die Sondergenehmigung schreibt zudem vor, dass die Testfahrer einen Fahrrad von Helm tragen müssen. Die Stadtwerke und Bird statten die Fahrer bei Bedarf kostenlos mit einem Helm aus.

Interessierte Testkunden können sich bei den Stadtwerken Bamberg ausschließlich online unter www.stadtwerke-bamberg.de/bird bewerben. Darüber hinaus werden die Stadtwerke in den kommenden Wochen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Testaktionen anbieten.

100 E-Scooter geplant

Sobald die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung deutschlandweit das Fahren von E-Scootern erlaubt, sollen in der Domstadt 100 Fahrzeuge über eine kostenlose App ausgeliehen werden können. In der App werden die nächsten E-Scooter angezeigt, der Bird-Nutzer kann das Fahrzeug über sein Smartphone entsperren und zum gewünschten Ziel fahren. Nach Beendigung der Fahrt muss das Fahrzeug an einem sicheren Ort behinderungsfrei abgestellt werden.

Andreas Starke, Oberbürgermeister von Bamberg: „Der Test von E-Scootern ist nur ein Teil unseres Engagements für nachhaltige Mobilität. In anderen Städten Europas sind sie ein voller Erfolg. Warum nicht bei uns? Es ist erklärtes Ziel der Stadt, möglichst viele umweltfreundliche Verkehrsmittel anzubieten, um vor allem auf den Kurzstrecken auf das Auto verzichten zu können.“ „ Unsere Vision ist es, alle Mobilitätsangebote in einer App zu vereinen und die Auswahl und die Bezahlung der Angebote so komfortabel wie möglich zu machen. Ob sich die E-Roller in Bamberg bewähren, wird der Test der Birds in den kommenden Monaten zeigen,“ ergänzt Dr. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der Satdtwerke Bamberg. (khof)

Quelle: Stadt Bamberg

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