BMW Motorrad X2City

Ab dem 04. Februar wird er im Fachhandel angeboten, der E-Scooter "X2City" von BMW Motorrad. Trotz dass die voraussichtlich dieses Jahr in Kraft tretende Verordnung der Regierung zu den Elektrokleinstfahrzeugen noch auf sich warten lässt, darf der X2City schon auf Straßen und Radwegen gefahren werden. Möglich macht das eine Ausnahmegenehmigung.

ABE + Versicherungspflicht

Mit bis zu 20 km/h kann der X2City, das laut BMW Motorrad "erste Elektrokleinstfahrzeug nach der neuen Verordnung, welche nach Plänen der Bundesregierung in 2019 in Kraft treten wird" ab Februar auf öffentlichen Straßen und Radwegen bundesweit gefahren werden. Möglich macht das laut einem Pressesprecher der BMW Group eine Ausnahmegenehmigung, da BMW das Fahrzeug "exakt auf die in der Verordnung geforderten Vorgaben hin entwickelt habe".

Beim Kauf des Scooters ab dem 04. Februar bei einem der Fachhandelspartner der Firma KETTLER Alu-Rad erhält der Kunde eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) entsprechend eines Leicht-Mofas. Wird das Versicherungskennzeichen, das klein und selbstklebend ist, beantragt, wird vom Versicherer die Ausnahmegenehmigung unter anderem zur Benutzung der Fahrradwege mit geschickt. Dabei übernimmt BMW für die ersten 2.000 in Deutschland verkauften X2City die Prämie für die Haftpflichtversicherung für ein Jahr. Die Versicherungspflicht ist laut BMW Motorrad dem Gesetzgeber geschuldet. Außerdem ist ein Führerschein nötig, mindestens für Mofa, und der Fahrer darf nicht jünger als 15 Jahre sein. Der Hersteller empfiehlt darüber hinaus "unbedingt" einen Fahrradhelm, welcher jedoch nicht verpflichtend ist.

Scooter beschleunigt nur bei erneutem Pedaltritt weiter

Der "im Vorgriff auf die neue Fahrzeugklasse der Elektrokleinstfahrzeuge entwickelte" X2City verfügt er über eine neue Fußpedalfunktion. Hierbei kann nach initialem Anschieben (mind. 6 km/h), mit jedem Pedaltritt ein Stück weiter beschleunigt werden, bis die gewünschte Geschwindigkeit erreicht ist. Wird das auf dem Trittbrett positionierte Pedal gedrückt gehalten, fährt der "E-Kick-Scooter" mit der aktuell erreichten Geschwindigkeit solange weiter, bis er nach erneutem Treten des Pedals weiter beschleunigt wird. Das mache den X2City sicherer.

Der Antrieb ist ein Getriebenabenmotor mit Freilauf. Die Energieversorgung des Elektromotors übernimmt ein regen- und spritzwassergeschützter Lithium-Ionen-Akku mit 408 Wh, der in das Trittbrett integriert ist. Damit sollen Reichweiten zwischen 20 und 30 km möglich sein. Der X2City beschleunigt auf bis zu 20 km/h, oder auf die vorgewählte Geschwindigkeitsstufe. Über das Bedienteil am Lenker stehen fünf voreinstellbare Geschwindigkeitsstufen (8, 12, 16, 18 und 20 km/h) zur Auswahl. Das Aufladen erfolgt wahlweise über eine Außenladebuchse oder, bei Entnahme, direkt am Akku. In beiden Fällen kann über eine herkömmliche Haushaltssteckdose wieder aufgeladen werden. Die Ladedauer beträgt demnach rund 2,5 Stunden.

Lieferbar ist der BMW Motorrad X2City in den Farben Grau, Blau, Rot und Schwarz. Der Preis beträgt in Deutschland 2.399 Euro. (khof)

Quelle: BMW Group

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