Kreisel Electric stellt Feuerwehr-Einsatzwagen mit Elektroantrieb vor

In Zusammenarbeit mit der Linz AG und Rosenbauer hat Kreisel Electric ein elektrisch betriebenes Feuerwehr-Einsatzfahrzeug entwickelt. Das europaweit erste E-Feuerwehrauto wird von der Betriebsfeuerwehr der Linz AG eingesetzt.

Umrüstung auf Elektroantrieb in nur zwei Monaten

Vor rund zwei Jahren schlossen sich auf Initiative der Betriebsfeuerwehr LINZ AG die drei Unternehmen zusammen, um aus den Plänen Wirklichkeit werden zu lassen. Am Kreisel-Standort Rainbach wurde der Einsatzwagen KLF-L in zwei Monaten auf Elektroantrieb umgerüstet. Die Fahrzeug-Karosserie basiert auf einem Mercedes Sprinter, mit dem Kreisel Electric in der Vergangenheit schon Umrüstungserfahrungen auf Elektroantrieb sammeln konnte.

Insgesamt wurden vier Batterien in modularer Bauweise im Elektro-Löschfahrzeug integriert. Alleine der Akku wiegt etwa 620 Kilogramm und liefert eine Gesamtkapazität von 86 kWh. "Das reicht bedenkenlos für alle Einsatzfahrten aus", betonen die Projektpartner. An einer Schnellladeeinrichtung kann der Einsatzwagen in eineinhalb Stunden wieder voll aufgeladen werden. Ein Elektromotor mit dauerhafter elektrischer Leistung von 120 kW sorgt für den nötigen Vortrieb. Die Reichweite wird unter Berücksichtigung der realen Einsatzbedingungen - vollausgestattet, mit Besatzung - mit 160 Kilometern angegeben. Die angenommene Fahrleistung beträgt 12.000 Kilometer pro Jahr - damit werden jährlich knapp Tonnen Co2 eingespart.

Das elekrische Löschfahrzeug kann mit DC-Schnellladung in 1,5 Stunden aufgeladen werden (© Linz AG)
Das Einsatzfahrzeug bei der Umrüstung auf Elektroantrieb (© Kreisel Electric)
160 Kilometer Reichweite hat der Feuerwehr-Stromer: und das unter realen Einsatzbedingungen (© Linz AG)
Das Fahrzeug ergänzt den Fuhrpark der Betriebsfeuerwehr der Linz AG

"Nutzfahrzeuge wie Feuerwehrautos sind ideal für E-Antriebe"

Harald Forstenpointner ist der Initiator des Projektes und Kommandant der Betriebsfeuerwehr Linz AG.  „Im Rahmen eines weiterbildenden Studiums beschäftigte ich mich mit der Energiewende. Dabei tauchte erstmals auch die Idee eines vollelektrisch betriebenen Einsatzfahrzeugs auf. Und zwar als eine mögliche Antwort auf die Frage, was ich in meinem eigenen Umfeld für den Umwelt- und Klimaschutz bewirken kann", begründet er seinen Elektrifizierungs-Vorstoß.

Auch Markus Kreisel, Chef von Kreisel Electric, sieht viel Potenzial in dem Feuerwehr-Stromer: „Nutzfahrzeuge wie Feuerwehrautos sind ein idealer Anwendungsbereich für elektrische Antriebe: in vielen Fällen müssen sie nur kurze Strecken zurücklegen und das Laden kann zwischen den Einsätzen erfolgen. Ich denke da besonders an Wachen in Bezirken großer Innenstädte, in Ortskernen und kleinen Gemeinden auf dem Land oder auf Flughäfen", so Kreisel. "Allein in Oberösterreich hat das Feuerwehrwesen beinahe 100.000 Mitglieder – ein großartiger Multiplikator für E-mobile Lösungen." (aho)

 

Quelle:kreiselelectric.com linzag.at

0
0
0
s2smodern

Newsletter-Registrierung

Ihr wöchentliches eMobilUpdate - informativ und mit weiterführenden Inhalten, kuratiert von der eMobilServer Online-Redaktion.
 

Unser Veranstaltungs-Tipp

Ladeinfrastruktur ko

(© iStock.com / adventtr)

Am 2.-3. Juli lädt der E-Mobility Lab in Darmstadt zum Austausch und Diskutieren ein. Wie baut man erfolgreiche Geschäftsmodelle auf und integriert die Elektromobilität in ein flexibles Stromnetz?.Experten geben einen Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen sowie LIS-Lösungen für den öffentlichen Raum und den privaten Bereich.

Zur Tagung

Zahl der Woche

Elektromobilität Zahl der Woche

19

Prozent weniger Strom wurde im ersten Quartal 2019 in Kohlekraftwerken produziert als noch im Vorjahreszeitraum. Speisten sie im ersten Quartal 2018 noch rund 63 Mrd. kWh Strom ein, so waren es 2019 rund 51 Mrd. kWh – ein Rückgang um 19 Prozent.

Video-Fundstück

Hier stellen wir interessante, kurze Videos zum Thema Elektromobilität und Energie aus dem World Wide Web vor.

In Bamberg hat der E-Scooter-Anbieter Bird bereits Fuß gefasst in Sachen "Mikromobilität": dort sollen die elektrifizierten Kleinfahrzeuge den ÖPNV attraktiver machen und Menschen dazu bringen, eher das Auto stehen zu lassen. Wie alltagstauglich sind die E-Scooter?