Fit2Load: Für einen umweltfreundlichen Filiallieferverkehr

Die Fachhochschule Bielefeld, Westaflex und Archimedes Technik entwickeln das Mobilitätskonzept Fit2Load, um den Fuhrpark von Bäckereien in Bielefeld auf Elektromobilität umzustellen. Das Konzept wird vom Europäischen Fond für Entwicklung mit 1,5 Millionen Euro gefördert und eignet sich auch für weitere Unternehmen.

Gemeinsames Mobilitätskonzept Fit2Load

Um die Emissionen zu reduzieren, die beim täglichen Beliefern ihrer 35 Filialen entstehen, haben die Lechtermann-Pollmeier Bäckereien in Bielefeld das Projekt Fit2Load initiiert. Gemeinsam mit der Fachhochschule Bielefeld, Haustechnik-Hersteller Westaflex und Gebäudedienstleister Archimedes Technik wird ein Konzept entwickelt, um den Filialverkehr auf CO2-arme Elektromobilität umzustellen und die Ladevorgänge für den Fuhrpark intelligent und wirtschaftlich ins Stromnetz zu integrieren.

Im Rahmen des Projektes sollen Lösungen entwickelt werden, die unter Berücksichtigung des vorgelagerten Stromnetzes und eigener Anlagen zur Stromerzeugung wie BHKW oder PV-Anlagen eine ökologische und ökonomisch optimale Ladung der Fahrzeugflotte ermöglichen. Als Projektleiter übernimmt Archimedes Technik die Konzeptionierung der Ladesteuerung und baut die Energie- und Ladeinfrastruktur. Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld entwickelt die Software für die intelligente Ladesteuerung und Westaflex liefert die benötigten Ladesäulen.

„In dem Projekt wollen wir ein modernes, leistungsfähiges Lademanagement entwickeln, bei dem jedes Fahrzeug nach Bedarf geladen wird, um hohe Lastspitzen zu vermeiden“, erklärt Stefanie Balzarek von der Archimedes Technik GmbH. Danach wird dann beispielsweise das Fahrzeug, das zuerst den Standort wieder verlässt, mit der höchsten Leistung geladen. Die Fahrzeuge werden bevorzugt mit eigenerzeugtem Strom aus der Photovoltaikanlage geladen; alle Ströme werden transparent und nachvollziehbar abgebildet.

Auch für andere Unternehmen interessant

Beim Klimaschutzwettbewerb „EnergieeffizienzUnternehmen.NRW“ konnte sich die innovative Projektidee gegenüber anderen behaupten und wird mit einem Projektvolumen von 1,5 Millionen Euro gefördert. Unterstützt werden Projektideen, die zur Minderung von Treibhausgas-Emissionen beitragen, z. B. durch erneuerbare Energien. Die Fördermittel werden aus dem EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) bereitgestellt. Ziel des Fonds ist es, die regionale Wirtschaft zu stärken und mehr Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.

„Das Mobilitätskonzept ist interessant für alle Unternehmen, die Fahrzeuge auf kurzen Distanzen betreiben, neben Bäckereien zum Beispiel auch ambulante Pflegedienste oder regionale Handwerksbetriebe“, so Prof. Jens Haubrock, Vorsitzender des Forschungsprojekts für Intelligente Technische Energie Systeme (FSP ITES) der Fachhochschule Bielefeld. (sih)

 

Quelle: FH Bielefeld

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