Siemens eHighway für Elektro-LKW

Auf einem zehn Kilometer langen Autobahnabschnitt in Hessen soll die erste Oberleitungsanlage für Elektro-LKWs gebaut werden - der sogenannte eHighway. Auftragnehmer Siemens hatte bereits letztes Jahr in Schweden einen eHighway ins Leben gerufen.

Erster eHighway für Elektro-LKW in Deutschland

Der Konzern Siemens wurde jüngst vom Land Hessen mit dem Bau einer Oberleitungsanlage für elektrifizierten Straßengüterverkehr auf einer zehn Kilometer langen Strecke beauftragt. 

Mit diesem Feldversuch wird der eHighway erstmals auf einer öffentlichen Straße in Deutschland erprobt. Das System soll auf der Bundesautobahn A5 zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim/Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens und Darmstadt/Weiterstadt gebaut werden. Die Inbetriebnahme soll nach Unternehmensangaben Ende 2018 erfolgen.

Das Ziel: Die Halbierung des Energieverbrauchs  und eine Verringerung der lokalen Luftverschmutzung.

Siemens übernimmt die Planung, den Bau und optional die Instandhaltung der Anlage. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des von Hessen Mobil geleiteten Verbundprojekts „Elektrifizierter, innovativer Schwerlastverkehr auf Autobahnen“ (ELISA), das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird. Hessen Mobil ist zuständig für Planung, Bau, Betrieb und das Management des hessischen Verkehrswegenetzes.

Bereits 2016 hatte der Siemens-Konzern gemeinsam mit seinem Partner Scania den weltweit ersten eHighway in Schweden in Betrieb genommen. 

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Wie funktioniert der eHighway?

 

Fahrzeugseitige Voraussetzung für die Nutzung des eHighway-Systems ist das Vorhandensein eines elektrischen Antriebs. Dieser kann in unter-schiedlichsten Hybridkonfigurationen (z. B. mit Verbrennungsmotoren, Batterielösungen, Brenn-stoffzellen, etc.) realisiert werden. Vor dem Errei-chen oder beim Verlassen der Oberleitungsinfra-struktur schaltet das Fahrzeug automatisch in den jeweiligen Hybridmodus und stellt somit die volle Flexibilität der Lkw sicher. Auch Überholvorgänge und das Überbrücken von nicht elektrifizierten Streckenabschnitten sind einschränkungslos mög-lich. Das eHighway-System hat somit keinen negativen Einfluss auf die betrieblichen Abläufe, versichert Siemens.

Die Energieversorgung basiert auf erprobter Technologie aus der Bahnelektrifizierung. Das zweipolige System der Fahrleitungsanlage sorgt für eine zuverlässige Stromversorgung der eHighway Fahrzeuge. Das Kettenwerk der Ober-leitung führt dabei zu einem ebenen Fahrdraht, welcher auch bei hohen Geschwindigkeiten bis zu 90 km/h eine stabile Stromübertragung gewährleistet. Die Energieversorgung der Oberleitung erfolgt über Unterwerken entlang der Strecke.

 

 

Quelle & Bildnachweise: Siemens AG, München

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