Nicht nur Prominenz aus der Politik war bei der Präsentation vor Ort.

Noch ist es Zukunftsmusik, dass der CityAirbus über Ingolstadt kreist, und doch war der Ingolstädter Rathausplatz Anfang dieser Woche gut gefüllt. Das auf einer Bühne präsentierte Lufttaxi sorgte für Interesse.

Angerollt anstatt angeflogen

Angeflogen war es noch nicht gekommen. Vielmehr hatte esin der Nacht zuvor ein Schwertransport nach Ingolstadt geschafft und dort auf dem Rathausplatz auf einer Bühne aufgestellt. Um 11 Uhr am Montag Morgen, den 11. März, drückten Oberbürgermeister Christian Lösel, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Digitalministerin Dorothee Bär, der Geschäftsführer von Airbus Helicopters, Dr. Wolfgang Schoder, und der Ingolstädter Bundestagsabgeordnete Reinhard Brandl symbolisch den roten Knopf und gaben damit das Startzeichen für den CityAirbus.

Bald erste Testflüge

In den kommenden Monaten soll er am Flughafen Manching seine ersten Flüge absolvieren. Die dadurch gewonnenen Erfahrungen sollen dann in die weitere Entwicklung eines Prototyps einfließen. „In Ingolstadt hat man Lust, Zukunft zu gestalten, will man auf Innovation setzen,“ so Dorothee Bär. Drohnen und Flugtaxis seien längst keine Vision mehr, betonte Verkehrsminister Scheuer, sondern auch „eine Riesenchance für Unternehmen und Start-ups. Ingolstadt nutzt diese Chance im Sinne eines starken Innovationsstandorts.“ Viele Ingolstädter Bürger waren auf den Rathausplatz gekommen, um bei dieser Weltpremiere dabei zu sein.

Der CityAirbus ist Teil der von der Europäischen Kommission unterstützten Initiative „Urban Air Mobility“. Im Rahmen dieser wird der Einsatz von Fluggeräten für die urbane Mobilität erforscht, wie sinnvolle Einsatzgebiete und Rahmenbedingungen. Am 19. Juni 2018 hatten die Stadt Ingolstadt, die umliegenden Landkreise, der Freistaat Bayern und verschiedene Partner aus Industrie und Forschung eine enstprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Neben dem Lufttaxi sollen weitere Anwendungen, beispielsweise im Bereich des Rettungswesens, für den Transport von Blutkonserven und Organen oder im Bereich der öffentlichen Sicherheit, getestet werden. (khof)

Quelle: Stadt Ingolstadt

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