Energieagentur: "125 Millionen Elektroautos im Jahr 2030 möglich"

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat ihren neuesten Lagebericht zur Elektromobilität veröffentlicht: demnach könnte die Anzahl der Stromer in den nächsten zwölf Jahren weltweit kräftig wachsen. Dafür muss die Politik die Weichen richtig stellen.

Politische Maßnahmen als Wachstumstreiber

Alleine im Jahr 2017 überstieg die Anzahl von Elektroautos die 3 Millionen Marke – ein Plus von 54 Prozent im Vergleich zu 2016. China kam dabei die Schlüsselrolle zu: im letzten Jahr wurden dort über eine halbe Millionen E-Autos verkauft. Den zweiten Platz belegen die USA mit knapp 300.000 verkauften Stromern im Jahr 2017. Auch bei den Elektrobussen gibt es Zuwachs: von 345.000 im Jahr 2016 auf 370.000 Fahrzeuge in 2017. Auch hier stellt China mit 99 Prozent den Löwenanteil der E-Bus-Flotten weltweit.

„Der rasante Zuwachs an Elektrofahrzeugen ist größtenteils politischen Maßnahmen zu verdanken: also finanziellen Anreizen wie Kaufprämien und Steuererleichterungen sowie Restriktionen für besonders schadstoffreiche Antriebe“, bilanziert die Energieagentur. Auch die verbesserte Leistung und gesunkene Herstellungskosten von Lithium-Ionen-Batterien in den vergangenen Jahren hätten zum Wachstum beigetragen. „Weitere Optimierungen in Kosten und Performance sind jedoch unverzichtbar, wenn Elektrofahrzeuge noch attraktiver werden sollen“, schreibt die IEA in ihrem Bericht.

Mehr Elektroautos, mehr Rohstoffbedarf

Zusammen mit „unterstützenden Maßnahmen“ auf politischer Ebene sei die Chance, dass die Elektromobilität noch mehr an Fahrt aufnimmt, sehr groß. „Zieht man die aktuellen und geplanten Maßnahmen aller Länderregierungen in Betracht, könnten bis zum Jahr 2030 gut 125 Millionen Elektroautos auf den Straßen unterwegs sein“, lautet die Prognose. Sollten die politischen Unterstützungen sogar noch weiter gehen als bisher geplant, könnte die Anzahl der Stromer 2030 weltweit sogar die 220 Millionen-Marke knacken.

Diese Entwicklung ginge auch mit einem erhöhten Rohstoffbedarf einher: Die Energieagentur geht davon aus, dass die Kobalt-Nachfrage in zwölf Jahren 10 bis 25-mal höher sein wird als heutzutage. "Die Kobaltlieferung ist besonders gefährdet, da sich 60 Prozent des weltweiten Abbaus im Kongo konzentriert. Zudem kontrolliert China zu 90 Prozent die Weiterverarbeitung des Rohstoffs", mahnt die IEA an. (aho)

 

Quelle: iea.org

0
0
0
s2smodern

eMobilConvention Fachkongress für Elektromobilität

Das Programm für die eMobilConvention - Der Fachkongress für Elektromobilität steht fest!

Erfahren Sie im Veranstaltungsprogramm, was Sie am 28. und 29. Mai 2019 im RheinMain CongressCenter in Wiesbaden erwartet.

Newsletter-Registrierung

Ihr wöchentliches eMobilUpdate - informativ und mit weiterführenden Inhalten, kuratiert von der eMobilServer Online-Redaktion.
 

Unser Veranstaltungs-Tipp

Ladeinfrastruktur ko

(© iStock.com / adventtr)

Auf den "E-Mobilitätstagen" in München heisst vom 3.-4. Mai: ausprobieren und dabeisein. Besucher können an dem kostenlosen Event E-Fahrzeuge testen und Innovationen sowie Start-ups aus dem Bereich Elektromobilität näher kennen lernen.

Zum Event

Zahl der Woche

Elektromobilität Zahl der Woche

80.222

E-Bikes wurden 2018 in Österreich verkauft. Mit einem Marktanteil von 33 Prozent ist unser Nachbarland damit der drittgrößte EU-Markt für motorisierte Zweiräder, nach Belgien und den Niederlanden. Deutschland belegt Platz vier.

Video-Fundstück

Hier stellen wir interessante, kurze Videos zum Thema Elektromobilität und Energie aus dem World Wide Web vor.

"Small but not exclusively “urban”, affordable but rewarding, stripped to the bone, without ever making you look cheap": so bewirbt Fiat seinen Konzeptstromer Concept Centoventi, der nach dem "Plug and Play"-Prinzip aufgebaut ist. Ob das Fahrzeug in Serie geht, steht noch in den Sternen.