Die irische Regierung schafft weitere Anreize: Taxifahrer erhalten 7.000 Euro Zuschuss für den Umstieg auf Elektroautos. Damit setzt Irland die Bemühungen fort, die Elektromobilität im Land zu fördern. Die Wirkung bleibt allerdings bislang aus. 

Der irische Verkehrsminister Shane Ross kündigte vergangene Woche ein neues Anreizprogramm an, das einen Zuschuss von 7.000 Euro für Taxifahrer und Betreiber gewährt, die sich für ein Elektroauto entscheiden. Der Zuschuss des Department of Transport gilt für jedes vollelektrische Fahrzeug bis zu einem Alter von sechs Jahren, wobei sich der Betrag je nach Fahrzeugalter verringert. Ein kleinerer Zuschuss in Höhe von 3.500 EUR wird bei Einsatz eines Plug-in-Hybrids als Taxifahrzeug gewährt, jedoch nur bei Modellen mit Co2-Emissionen unter 65 g/km.

Dies ist der jüngste Schritt in einer Reihe von Maßnahmen, die von der Regierung Anfang des Jahres eingeführt wurden, um die Elektromobilität im Land voranzutreiben. Trotz der finanziellen Anreize ging der Verkauf von Elektroautos zuletzt sogar zurück. Bis zum 29. Januar haben die Iren in diesem Jahr nur 81 elektrische Fahrzeuge gekauft. Damit ist der Verkauf im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent gesunken. Im Januar 2017 waren es noch 125 verkaufte Elektroautos.

E-Taxis in Europa

In England sind seit Dezember des vergangenen Jahres die ersten elektrischen Black Cabs unterwegs. Dass sich der Hersteller, das Londoner Traditionsunternehmen LEVC (London Electric Vehicle Company) nun elektrisch ausrichtet, ist dem chinesischen Mutterkonzern Geely, dem auch Volvo angehört, zu verdanken. Das TX-Modell mit benzinbetriebenem Range-Extender ist in blau-weiß-roter Variante schon in Norwegen unterwegs und soll bald auch nach Deutschland kommen.

Das LEVC TX-Taxi 

Amsterdam ist schon seit einigen Jahren eine E-Taxi-Metropole. In Deutschland dagegen hemmte eine Eichverordnung für Taxameter die Umstellung auf elektrische Fahrzeuge. Nur Modelle wie der Toyota Prius, Nissan Leaf und die elektrische B-Klasse von Mercedes, die es als Taxiversion gab, konnten eingesetzt werden. Das Eichgesetz wurde mittlerweile entsprechend geändert und somit der Grundstein für eine bundesweite Umstellung gelegt. (sih)

 

Quelle: Irish Times

 
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neue Arbeitsplätze werden nach Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Zuge der Elektromobilisierung bis 2035 entstehen. Demgegenüber steht die Prognose von ca. 114.000 verlorenen Arbeitsplätzen, davon alleine 83.000 im Fahrzeugbau.

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Hier stellen wir interessante, kurze Videos zum Thema Elektromobilität und Energie aus dem World Wide Web vor.

Fehlende staatliche Anreize oder zu wenig Geld für ein importiertes E-Auto sind noch lange kein Grund zum Verzweifeln: Der Automechaniker Alvaro de la Paz hat einen Elektromotor zum Einbauen entwickelt. In seiner Werkstatt in Mexiko-City rüsten er und seine Mechaniker die Autos seiner Kunden um.