VW investiert in China

Der Volkswagen-Konzern angekündigt, mehrere Milliarden Euro in die Elektro-Produktion für China zu investieren. Die Wolfsburger erhoffen sich dadurch eine starke Präsenz auf dem umkämpften chinesischen Automarkt. Dabei helfen ihnen chinesische Joint Ventures.

China ist der wichtigste Absatzmarkt für Volkswagen

Ingesamt sollen 10 Milliarden Euro innerhalb der nächsten sieben Jahre in die Entwicklung und Produktion von Autos mit alternativen Antrieben fließen. Gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Anhus Jianghuai Automobile (JAC) will VW bis 2025 40 Elektroauto-Modelle in China anbieten. Die ersten Stromer aus dem JAC-VW Joint Venture sollen bereits im ersten Halbjahr 2018 vom Band rollen. Die Zusammenarbeit der beiden Automobilbauer sei für VW allerdings nur eine Zwischenlösung, zitiert die Financial Times Jochen von JSC Automotive, einen Berater für den chinesischen Automobilmarkt.

"Sobald VW mit eigener Technologie die chinesische Elektroauto-Quote erfüllen kann, wird das Joint Venture auslaufen", ist sich Siebert sicher. Volkswagens China-Chef Jochem Heizmann hat offenbar weniger Bedenken, was die Quote angeht. Die Vorgabe zum Sprit-Verbrauch machen ihm dagegen Sorgen. Diese sieht vor, dass die Fahrzeugflotte eines Autoherstellers durchschnittlich nicht mehr als fünf Liter auf 100 Kilometer verbauchen darf. „Das ist eine schwierige Vorgabe", gibt Heizmann zu bedenken. Bis 2025 wollen die Wolfsburger 1,5 Millionen Elektroautos in China verkaufen.

 

Elektroautos: China wird Weltmeister bei Elektromobilität

 © N24

 

Quoten, Sanktionen und Anreize - China will die Elektromobilität

Der Elektroauto-Markt in China boomt. Dort werden mehr Elektroautos und Plug-In-Hybride verkauft als in irgendeinem anderen Land. Möglich gemacht wird das durch umfangreiche Subventionen: Käufer von E-Autos können Kaufprämien und diversen Steuererleichterungen in Anspruch nehmen. Mit E-Auto-Quoten und damit verbundenen Sanktionen bei Verstößen will Peking auch die Autoindustrie motivieren. Nach den Protesten von Autoherstellern gegen die geplante Elektroauto-Quote- vor allem in Deutschland - hatte sich Peking im Spätsommer 2017 allerdings auf einen Kompromiss eingelassen.

Die Quote sah ursprünglich vor, dass ab 2018 acht Prozent aller Autoverkäufe Elektroautos sein müssten. Die neue Regelung greift ab 2018 und arbeitet mit einem Punktesystem, an das sich alle Autohersteller halten müssen. Nachdem Tesla jüngst den Bau einer Produktionsfabrik in einer Freihandelszone in Shanghai angekündigte hatte, könnten nun auch andere Autohersteller von den Plänen Pekings profitieren. Denn die chinesische Regierung hat nun Lockerungen der sonst strengen Besitzauflagen für ausländische Firmen in Freihandelszonen in Aussicht gestellt. Ab 2040 sollen in China keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. 

Quelle: ft.com

 

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neue Arbeitsplätze werden nach Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Zuge der Elektromobilisierung bis 2035 entstehen. Demgegenüber steht die Prognose von ca. 114.000 verlorenen Arbeitsplätzen, davon alleine 83.000 im Fahrzeugbau.

Video-Fundstück

Hier stellen wir interessante, kurze Videos zum Thema Elektromobilität und Energie aus dem World Wide Web vor.

Fehlende staatliche Anreize oder zu wenig Geld für ein importiertes E-Auto sind noch lange kein Grund zum Verzweifeln: Der Automechaniker Alvaro de la Paz hat einen Elektromotor zum Einbauen entwickelt. In seiner Werkstatt in Mexiko-City rüsten er und seine Mechaniker die Autos seiner Kunden um.