Ladestelle Elektroauto CO2 Ausstoß verringern

Die Vorteile von Elektroautos sind vielschichtig – zu ihnen zählen geringe Betriebs- und Unterhaltskosten ebenso wie eine hohe Umweltfreundlichkeit, da ein Elektroauto keine Abgase erzeugt. Eine aktuelle Studie sieht die deutsche Autoindustrie jedoch mit Blick auf das Elektroauto vor einer riesigen Herausforderung. Grund: Der CO2-Ausstoß müsse noch drastischer gesenkt werden als bislang angenommen.

Die Verbreitung von Elektroautos wird in vielen Industrienationen wie vorangetrieben, die E-Elektromobilitäts-Debatte wird auch in Deutschland sehr ausführlich geführt. Wie die Verbraucherzentrale prognostiziert, sollen die Preise für Elektroautos zwischen 2020 und 2030 sinken, sodass die neue Antriebstechnologie mehr Menschen zugänglich gemacht werden kann. Schon heute können auf Plattformen wie autoscout24.de gebrauchte Elektroautos gekauft werden – mit steigender Nachfrage wird in den kommenden Jahren auch das Angebot an günstigen Elektrofahrzeugen noch deutlich größer werden.

CO2-Ausstoß muss bis 2030 um 46 statt 30 Prozent gesenkt werden


Der derzeit oft noch recht hohe Preis und die daraus resultierende eher geringe Nachfrage sind jedoch bei weitem nicht die einzigen Probleme, denen sich die Autoindustrie gegenüber sieht. Wie der Focus berichtet, hat die Unternehmensberatung Arthur D. Little im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass die Herausforderungen bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes größer werden könnten als bisher angenommen.

Ein Ergebnis der Studie lautet, dass das Elektroauto, wie es aktuell produziert wird, nur minimal zur Erreichung der Klima-Ziele beiträgt. Das Pariser Klimaschutzabkommen sieht vor, dass der CO2-Ausstoß bis 2030 im Vergleich zu 2005 um 30 Prozent sinken soll. Schätzungen der Unternehmensberatung zufolge steigt die Anzahl der Autos weltweit bis 2030 jedoch um 28 Prozent. Der Ausstoß müsste dann im Vergleich zu 2005 insgesamt sogar um 46 Prozent gesenkt werden – von 189 Gramm CO2 pro Kilometer auf 103 Gramm CO2 pro Kilometer –, um die Ziele zu erreichen. Um diese ambitionierten Vorgaben einhalten zu können, sind Arthur D. Little zufolge radikale Maßnahmen notwendig. Es sei denn, der zur Aufladung verwendete Strom würde möglichst CO2-arm produziert werden.

Der Strom-Mix hat großen Einfluss auf die Umweltfreundlichkeit


Länder wie Frankreich, die ihren Strom zu einem großen Teil mit Atomkraft produzieren, haben beim Thema CO2 einen immensen Vorteil, Länder wie die USA oder China hingegen haben mit ihren fossilen Energieträgern das Nachsehen. Und das zeigt sich auch in den Ausstoß-Werten der Elektroautos in den verschiedenen Nationen: Ein Elektroauto mit französischem Strom-Mix stößt lediglich 12 Gramm CO2 pro Kilometer aus, wohingegen es bei deutschem Strom-Mix 91 Gramm, bei US-amerikanischem 122 Gramm und bei ost-chinesischem sogar 167 Gramm pro Kilometer sind.

Der Optimalfall wäre dann gegeben, würde das Elektroauto zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien angetrieben – dann würde der Ausstoß bei deutschen Elektroautos gerade einmal 7 Gramm pro Kilometer betragen. Bis es jedoch soweit kommt, werden Jahrzehnte ins Land ziehen – um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, führt zumindest den Ergebnissen der Studie zufolge kein Weg am massiven Ausbau erneuerbarer Energien vorbei.

 

Quellen: autoscout24.de, focus.de

Bildnachweis: Flickr Electric car charging station Håkan Dahlström CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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