Die Neuzulassung von Elektro-Taxis wird seit Ende 2016 gesetzlich erschwert. Seit im November eine Übergangsfrist einer neuen Eichverordnung für Taxameter endete, können in Deutschland keine Fahrzeuge mehr als Taxi zugelassen werden, die nicht vom Hersteller als Taxi angeboten werden.

Taxigewerbe wichtig für die Neue Mobilität

Damit fielen bis auf den Nissan Leaf und den Nissan eNV200 alle Elektrofahrzeuge aus dem Angebot, berichtet der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM). „Lediglich Nissan hat bis heute elektrische Taxifahrzeuge im Angebot, die über den Kooperationspartner Intax ausgerüstet werden. Alle anderen Elektrofahrzeuge sind laut aktueller Gesetzeslage nicht mehr als Taxi umrüstbar. Damit auch Tesla, der neue Ampera-e und alle anderen neu auf den Markt kommenden Elektrofahrzeuge, die eine ausreichende Reichweite bieten werden“, sagt Peter Köhl, Geschäftsführer der Taxi Center Ostbahnhof GmbH.

„Hier muss dringend auf politischer Ebene nachgebessert werden“, fordert BEM-Präsident Kurt Sigl. Denn das Taxigewerbe spiele eine wichtige Rolle im Bereich Neue Mobilität. „Vor allem in den verkehrsbelasteten Metropolen unseres Landes kann das Elektrotaxi wesentlich zur Feinstaub und Lärmreduktion sowie zur langfristigen Mobilitätserhaltung beitragen. Hohe Laufleistungen führen zu einem schnellen Einsatz der neuen Technik. Daneben ist jede Fahrt gleichzeitig auch eine Demonstrations- und Probefahrt der Neuen Mobilität. Die unzähligen Kundenkontakte führen damit zu einer schnelleren Verbreitung und einer höheren Akzeptanz der neuen Technologie. Damit ist das Taxi der ideale Werbeträger der Elektromobilität.“

Laut Köhl fahren allein in München rund 3.600 Taxis und führen damit etwa 15 Millionen potenzielle Probefahrten durch. „Das Taxigewerbe sieht in einem raschen Wandel zu umweltfreundlichen Antrieben die Chance, sich als Teil der Lösung zu präsentieren. Die aktuelle Gesetzeslage macht es praktisch unmöglich.“

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