Eine neue Analyse von Carwow, einem Online-Marktplatz für den Kauf und Verkauf von Autos, zeigt: Elektroautos gewinnen in Deutschland spürbar an Bedeutung. Getrieben durch politische Maßnahmen, den Ausbau der Ladeinfrastruktur und eine neue staatliche Förderung entwickelt sich der Markt dynamischer denn je.
Carwow hat aktuelle Daten zu Neuzulassungen, Stadtvergleichen und Konsumentenverhalten untersucht um herauszufinden, wie Deutschland für den Umstieg auf E-Mobilität ausgerüstet ist. Dabei stellte sich heraus: Während einige Regionen bereits Vorreiter der Elektromobilität sind, drohen andere auf der Strecke zu bleiben.
E-Mobilität in Deutschland: Jede dritte Neuzulassung ist ein E-Auto
Deutschlandweit entfielen im Jahr 2025 bereits 32 % aller Neuzulassungen auf Elektrofahrzeuge. Damit liegen E-Autos klar vor Diesel und holen gegenüber Benzinern weiter auf. Besonders stark ist die Entwicklung in westlichen und südlichen Bundesländern.
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Baden-Württemberg und Berlin führen mit jeweils 37 % E-Auto-Anteil bei Neuzulassungen.
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Nordrhein-Westfalen folgt mit 34 %, Bayern mit 31 %.
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Deutlich niedriger fällt der Anteil in ostdeutschen Bundesländern aus:
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kommen lediglich auf 21–23 % E-Autos bei neuen Fahrzeugen
Städtevergleich: Zwischen Aufholjagd und Stillstand
Ein Blick auf die 20 größten Städte Deutschlands zeigt große Unterschiede zwischen Fahrzeugbestand und aktuellen Neuzulassungen.
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Berlin ist das auffälligste Beispiel: Anfang 2025 lag der E-Auto-Anteil im Bestand bei nur 3 %, doch 37 % aller neu zugelassenen Fahrzeuge sind inzwischen elektrisch.
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Hamburg kommt dagegen nur auf 25 % E-Autos bei Neuzulassungen, während das andere Stadtstaaten-Beispiel Bremen bereits bei 36 % liegt.
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Städte wie Stuttgart, München, Frankfurt und Düsseldorf zählen mit 5–6 % E-Auto-Anteil im Bestand zu den Spitzenreitern unter den Großstädten.
Ladeinfrastruktur: Nicht überall hält sie Schritt
Parallel zur steigenden Zahl an E-Autos wächst auch die Ladeinfrastruktur – jedoch nicht überall im gleichen Tempo. Besonders kritisch ist dabei der Anteil an Schnellladestationen.
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München verfügt über nur 9 % Schnelllader und kommt auf rund 17 E-Autos pro Ladepunkt.
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Hannover weist mit 23,5 E-Autos pro Ladepunkt eine hohe Auslastung auf, bei lediglich 14 % Schnellladern.
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Bielefeld hat zwar einen Ladepunkt pro knapp 25 Fahrzeuge, punktet jedoch mit einem hohen Schnelllade-Anteil von 36 %.
Diese Unterschiede könnten künftig entscheidend dafür sein, wie attraktiv E-Mobilität im Alltag tatsächlich ist.
Neue E-Auto-Förderung sorgt für spürbaren Nachfrage-Schub’
Zusätzlichen Rückenwind erhält der Markt durch die neu angekündigte deutsche E-Auto-Förderung, die auch rückwirkend für Fahrzeuge ab dem 1. Januar gilt.
Interne Daten von Carwow zeigen eine unmittelbare Reaktion der Verbraucher:
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Die Zahl der einzelnen Autokäufer, die gezielt Händler wegen eines E-Autos kontaktieren, stieg innerhalb der ersten zwei Wochen nach Ankündigung der Förderung um 268 % im Vergleich zu den zwei Wochen vor Ankündigung.
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Gleichzeitig gingen Anfragen zu Verbrennern zurück: -17 % bei Benzinern und -13 % bei Diesel.
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Im Jahresvergleich liegen E-Auto-Anfragen 227 % höher, während Benziner-Anfragen um 22 % und Diesel um 46 % sanken.
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Verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2025 stiegen E-Auto-Anfragen von rund 40 % auf 72 % aller Händlerkontakte.
Interne Umfrageergebnisse von Carwow zeigen jedoch auch Informationslücken:
Nur 48 % der Befragten wissen genau, wie die Förderung für sie gilt, und 53 % sind unsicher, ob sie anspruchsberechtigt sind. Gleichzeitig geben 39 % an, durch die Förderung früher als geplant ein E-Auto kaufen zu wollen.
Was das für Autofahrer bedeutet
Die Daten zeigen klar: Elektromobilität wird für viele deutsche Autofahrer zur realistischen Option – allerdings abhängig vom Wohnort und der persönlichen Nutzung. Faktoren wie Ladegeschwindigkeit, verfügbare Ladepunkte, tägliche Fahrstrecken und Ladezeiten spielen eine entscheidende Rolle bei der Wahl des passenden Fahrzeugs.
„Ein Elektroauto ist für viele Autofahrer inzwischen eine realistische Alternative – entscheidend ist natürlich, wie gut es zum eigenen Alltag passt“, sagt Arne Stöcker, Managing Director bei Carwow. „Wer zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann und überwiegend kurze bis mittlere Strecken fährt, profitiert besonders. In Regionen mit wenigen Schnellladestationen sollte man dagegen genau prüfen, wie flexibel das Laden unterwegs möglich ist, oder ob sich die Installation einer Ladestation im Haus lohnt.“
Quelle: Carwow