Zuverlässig, wirtschaftlich und praktisch - Die Technische Universität Hamburg (TUHH) und das Öko-Institut e.V. ziehen eine positive Bilanz aus dem mehrjährigen Einsatz von rund 1.300 Elektrofahrzeugen in Unternehmen und Verwaltung der Metropolregion Hamburg.

Mehr als 500 Unternehmen beteiligten sich 

Der Einsatz der elektrisch betriebenen Fahrzeuge in gewerblichen und kommunalen Fahrzeugflotten ist in Hamburg seit 2013 systematisch untersucht worden. Dabei haben mehr als 500 Unternehmen und öffentliche Dienststellen auf Basis mehrjähriger Leasingverträge Elektrofahrzeuge zu geförderten Bedingungen betrieblich eingesetzt.


Im Leitprojekt "Hamburg - Wirtschaft am Strom" untersuchte die TUHH die E-Fahrzeugnutzung in Bezug auf Einsatzprofile, betriebliche Auswirkungen und Akzeptanz in 367 beteiligten Unternehmen. Dabei kamen insgesamt 795 E-Fahrzeuge und Plug-In-Hybride, insgesamt 24 verschiedene Fahrzeugmodelle von 11 unterschiedlichen Herstellern, zum Einsatz.

Im zweiten Modellvorhaben ePowered Fleets Hamburg hat das Öko-Institut e.V. den Praxiseinsatz von Elektrofahrzeugen wissenschaftlich begleitet. Es beteiligten sich dort mehr als 230 Unternehmen aus einem breiten Branchenspektrum mit insgesamt 493 Fahrzeugen in unterschiedlich großen Fuhrparks.


Unter der Dachmarke e-Drive Hamburg 2017 ermöglichen daher ab sofort weitere vom Bundesverkehrsministerium geförderte Anschlussprojekte mit Leasingunternehmen der Automobilbranche wie Alphabet/BMW, RCI Banque/Renault oder Volkswagen Leasing einen systematischen Einstieg in den Umstieg auf emissionsfreie Antriebe für Unternehmen aller Branchen und Größen sowie kommunale Dienststellen. 

Elektromobilität als "Katalysator zu einem veränderten Mobilitätsverständnis"


Prof. Heike Flämig, Technische Universität Hamburg (TUHH), Institut für Verkehrsplanung und Logistik, fasst das Projektergebnis zusammen:
„Mobilität muss als Zusammenspiel von Technologien, Stadt- und Infrastrukturplanung, sozialem Verhalten sowie gesellschaftlichen und individuellen Bedürfnissen erfasst werden. Sie muss also viel stärker als System verstanden werden.Elektromobilität ist ein Katalysator auf dem Weg hin zu einem veränderten Mobilitätsverständnis.“


Der Projektleiter des Öko-Institut e.V. Florian Hacker zeigt sich angesicht der erfreulichen Ergebnisse ebenfalls zufrieden, betont aber, wie wichtig weitere Anstrengungen seien, um Elektromobilität zu einem "zentralen Baustein zu Erreichung der Klimaziele und besserer Luftqualität in den Städten"  zu machen. Dazu müssten die Automobil-Hersteller attraktive Elektrofahrzeuge in allen Segmenten anbieten und politisch verlässliche, langfristige Rahmenbedingungen sichergestellt werden. 


Ein erfolgreicher Grundstein für die Etablierung der Elektromobilität dürfte zumindest in Hamburg mit diesen Projekten gelegt worden sein.

 

 

Quelle: tuhh.de

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