Porsche Taycan

Der Elektroantrieb des Porsche Taycan ist so ausgelegt, dass er seine volle Leistung auch beim mehrmaligen Beschleunigen in direkter Folge abrufen kann. Das hat er jetzt in einem Test gezeigt: 26-mal aus dem Stand auf 200 km/h und zurück.

Ein Vorserienfahrzeug des über 440 kW (600 PS) starken Allradlers wurde bei einem ersten Test 26-mal hintereinander aus dem Standvon null auf 200 km/h beschleunigt. Austragungsort der Sprint Challenge war der Flugplatz im südbadischen Lahr. Die auf dem YouTube-Kanal „Fully Charged“ dokumentierten Messfahrten ergaben eine durchschnittliche Beschleunigungszeit von knapp unterzehn Sekunden. Dabei lag die Differenz zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Versuch bei gerade einmal 0,8 Sekunden.

Die beiden leistungsstarken E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse sind so genannte Permanent erregte Synchronmaschinen. Die beiden leistungsstarken E-Maschinen an Vorder- und Hinterachse sind so genannte Permanent erregte Synchronmaschinen(PSM). Diese besitzen einen Rotor mit hochwertigen Permanentmagneten, die ein natürliches Magnetfeld erzeugen. Der Rotorbewegt sich dadurch synchron zum magnetischen Drehfeld des Stators, daher der Name PSM. Der Pulswechselrichter (PWR) gibt die Frequenz des Drehfelds im Stator vor und bestimmt so die Drehzahl des Rotors. Durch ihren Aufbau und ihre Funktionsweise sowie ihr hervorragendes thermisches Verhalten sind Permanent erregte Synchronmaschinen in der Lage, die für Porsche typische hoch performante Leistung zu erbringen und das reproduzierbar.

Eine Besonderheit der E-Maschinen des Taycan ist die so genannte Hairpin-Wicklung. Bei ihr bestehen die Spulen des Stators aus Drähten, die nicht rund, sondern rechteckig sind. Die Drähte werden gebogen und erinnern vor Einführung in das Blechpaket des Stators in ihrer Form an Haarnadeln – daher der Name „Hairpins“. Die offenen Enden werden per Laserstrahlzusammengeschweißt. Die Hairpin-Technologie ermöglicht es, die Drähte dichter zu packen und so mehr Kupfer in den Stator zubringen. Dadurch steigen Leistung und Drehmoment bei gleichem Volumen. Ein weiterer, für ein Performance-orientiertes Autowie den Taycan wichtiger Vorteil ist, dass ein Hairpin-Stator deutlich effizienter gekühlt werden kann.

Der Taycan ist das erste Serienfahrzeug, das mit einer Systemspannung von 800 Volt anstatt der bei Elektroautos üblichen 400Der Taycan ist das erste Serienfahrzeug, das mit einer Systemspannung von 800 Volt anstatt der bei Elektroautos üblichen 400Volt antritt. Dies ermöglicht unter anderem eine hohe Dauer- sowie Ladeleistung und verringert das Gewicht der Hochvolt-Verkabelung. So lässt sich nicht nur schnell fahren, sondern auch schnell laden.

 Das Thermomanagement stellt in Kombination mit dem Triebstrangkonzept (PSM und 800-Volt-Technologie) die hohe Reproduzierbarkeit des Leistungsabrufs sicher. Durch bedarfsgerechte Kühlung werden sportwagentypische Fahrleistungen erzielt und das auf Wunsch mehrfach hintereinander. Dabei hat Porsche eine große Spreizung zwischen Performance und Reichweite realisiert. Im Winter ermöglicht das intelligente Thermomanagement zudem einen effizienten und bedarfsgerechten Heizbetrieb.

Die Höchstgeschwindigkeit des Taycan liegt bei über 250 km/h. Von null auf 100 km/h beschleunigt er in deutlich weniger als 3,5Die Höchstgeschwindigkeit des Taycan liegt bei über 250 km/h. Von null auf 100 km/h beschleunigt er in deutlich weniger als 3,5Sekunden. Seine Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Bruttokapazität von zirka 90 kWh. Der Taycan wird im September vorgestellt und kommt Ende des Jahres auf den Markt.

Die Testfahrten fanden in beiden Richtungen auf dem Taxiway des Flugplatzes statt. Genutzt wurde die gesamte Strecke von zirka 2,3Kilometern Länge. Die Außentemperatur lag bei 28 Grad Celsius.

Quelle: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

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