Knüppeldick kommt es oft im Berufsverkehr: Eine riesige Herausforderungen besonders für Städte.

Welche Maßnahmen sind dazu geeignet, die Umwelt- und Mobilitätsprobleme in unseren Städten zu lösen? Elektromobilität und Fahrzeugsharing-Dienste? Nur jeweils rund ein Drittel der Deutschen glauben daran.

Verbote führen nicht zum Erfolg

Fragt man, wie es die Daimler-Marke Smart und das Marktforschungsinstitut Forsa gemacht haben, die Deutschen, "welche Maßnahmen die Mobilitäts- und Umweltprobleme in unseren Städten lösen können", erhält man keineswegs die eindeutige Antwort "Elektromobilität". Im Gegenteil, nur 36 Prozent glauben, dass die Förderung dieser besonders geeignet ist. Mehrfachantworten auf die Frage waren möglich. Insbesondere junge Leute bis 29 Jahre glauben daran, nämlich rund 50 Prozent, während die über 60-Jährigen besonders kritisch sind. Hier ist also offenbar, wie auch mit Blick auf Carsharing-Angebote, noch viel Überzeugungsarbeit nötig.

Denn dass der Ausbau des Carsharing-Netzes geeignet ist, die Luftverschmutzung oder die Verkehrsbelastung im urbanen Raum einzudämmen, sehen nur 27 Prozent der Befragten so. Dass Verbote oder eine Erhöhung des Spritpreises zum Erfolg führen könnten, glauben noch weniger der Befragten, nämlich 17 beziehungsweise acht Prozent. Auch sind nur 19 Prozent dafür überzeugt, dass mehr privates Teilen von Autos die Umweltherausforderungen bewältigen helfen kann.

Zwar titeln die Studienautoren in ihrer Mitteilung, dass "jeder vierte Deutsche den Ausbau der Carsharing-Angebote begrüßt", man kann aber durchaus auch sagen, dass "nur jeder vierte" das tut oder rund ein Drittel Carsharing für unnötig erachten. Wie auch immer, umweltfreundliches Denken kann man den Deutschen attestieren.

Öffentlicher Nahverkehr im Fokus

Denn der Großteil hält den Ausbau der Anbindungen und Taktzeiten im öffentlichen Nahverkehr (73 Prozent sagte das) sowie kostenlose Bus- und Bahnangebote (69 Prozent) für sinnvoll. Auch der Ausbau des Fahrradnetzes sollte aus Sicht von 57 Prozent Priorität haben.

Studiendesign

Die Studie wurde vom 22. bis 28. November 2018 mit dem bevölkerungsrepräsentativen Befragungspanel Forsa.omninet durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein Online-Panel, das über ein mehrstufiges Zufallsverfahren im Rahmen der werktäglichen Forsa-Mehrthemenumfragen mittels computergestützter Telefoninterviews rekrutiert wird. Gefragt wurden deutschlandweit 1.200 Menschen ab 18 Jahre, darunter 1.025 Autobesitzer. (khof)

Quelle: Daimler

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