VW bestätigt Umstrukturierungspläne für E-Fertigung

Nun hat VW offiziell bestätigt, was diese Woche schon in der Gerüchteküche brodelte. Der Konzern will seine Werke in Deutschland fit für die elektromobile Zukunft machen. Nach Zwickau werden die Standorte in Emden und Hannover auf die E-Fahrzeugproduktion umgestellt. In Emden befristet Angestellte müssen sich allerdings neu orientieren.

Startschuss fällt 2022

Mit diesem Schritt soll in Niedersachsen nach Zwickau das zweite E-Mobilitätszentrum von Volkswagen in Deutschland entstehen. Vorstandsvorsitzender Dr. Herbert Diess: „Damit sorgen wir auch für eine nachhaltige Zukunftsperspektive für beide Standorte.“ Die Ausrichtung auf die Produktion dvon E-Fahrzeugen in Emden und Hannover ist Bestandteil der Planungen zur Werkebelegung, über die der Aufsichtsrat am Freitag in Wolfsburg entscheidet.

In Emden, wo derzeit der VW Passat gebaut wird, sollen ab 2022 Elektrofahrzeuge gefertigt werden. Für Hannover, den Standort der Nutzfahrzeug-Fertigung, sieht der VW ebenfalls den Start der Produktion in zirka vier Jahren vor. Dort sollen ab diesem Zeitpunkt zusätzlich Elektrofahrzeuge der ID.Buzz-Familie vom Band rollen. Grundsätzlich jedoch soll die Fertigung der bisher in Emden und Hannover hergestellten Modelle sukzessive von anderen Standorten übernommen werden. Medienberichten und Gerüchten zufolge könnte der Passat künftig in Tschechien hergestellt werden. Darüber hinaus habe VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh eine Batterieproduktion für Emden ins Spiel gebracht.

Weniger Arbeitsschritte, weniger Arbeiter

Die Belegschaft soll bis 2028 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt sein. Dafür wurde ihnen für die Umstellungsphase eine Beschäftigungssicherung gegeben. Mit dem Betriebsrat wurde zudem vereinbart, "dass das derzeitige Beschäftigungsvolumen entlang der demographischen Kurve über die bei Volkswagen attraktive Altersteilzeit sozialverträglich angepasst wird". Denn letztlich erfordere der Bau der Elektroner weniger Produktionsschritte, so dass man in Konsequenz weniger Arbeitskräfte benötige.

Bertina Murkovic, Betriebsratsvorsitzende von Volkswagen Nutzfahrzeuge sowie Mitglied des Volkswagen Gesamtbetriebsrats sagt: „Mit dieser Vereinbarung haben wir die Voraussetzungen dafür geschaffen, den Umbruch in der Automobilindustrie zu gestalten und Perspektiven für die Beschäftigten aufzuzeigen. Vor allem die Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung für die Stammbelegschaft bis Ende 2028 ist ein großer Erfolg in schwierigen Zeiten. Mit der Vereinbarung kommen zudem wichtige Zukunftstechnologien zu uns, mit denen wir in der Standortauslastung durch deutlich höhere Flexibilität in der Werkbelegung sicherer aufgestellt sind. Somit können uns die neuen Technologien nachhaltig Auftrieb geben.“ (khof)

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