Die stärksten Elektroauto-Marken

Die Analysten von Puls Marktforschung haben eine Studie unter Autokäufern in Deutschland durchgeführt und gefragt, ob ein Elektroauto für sie in Frage kommt. Das Interesse wächst, so ein Ergebnis. Außerdem stand die Wahrnehmung der Elektrofahrzeuge und Hybriden im Fokus. Herausgekommen ist ein Ranking der Marken, die den Interessenten am präsentesten sind.

Oben auf dem Siegertreppchen

Tesla führt das Ranking der führenden Marken für Elektrofahrzeuge an, verfolgt von einem deutschen Auto. Um die Hitliste der E-Car-Marken zu erstellen, befragten die Analysten von Puls Marktforschung im September dieses Jahres rund 1.000 Personen, die die Anschaffung eines Autos planen oder in den vergangenen zwölf Monaten getätigt hatten, danach, welche Automarken aus ihrer Sicht bei diesem Thema führend sind.

Deutsche E-Autobauer verlieren an Wahrnehmung

61 Prozent und damit zehn Prozent mehr als im Juli 2017 nannten Tesla. In diesem Zeitraum fünf Prozent verloren bei der Zahl der Nennungen hat BMW. Der Autohersteller behauptet sich aber trotzdem mit 24 Prozent - so viele Befragte nannten die Marke als wichtige - auf Platz zwei. Volkswagen musste sich nur der Marke Toyota, die mit 21 Prozent der Nennungen den dritten Platz für sich verbucht, geschlagen geben. Toyota gewann fünf Prozent dazu. Volkswagen wurde von zwölf Prozent der Studienteilnehmer als führend bei dem Thema einstuft, ein Minus in Höhe von drei Prozent im Vergleich zum Juli 2017. Die Zehn-Prozent-Hürde überspringen konnten zudem Mercedes-Benz und Audi. Jeweils elf Prozent der Käufer und Kaufwilligen hatten diese beiden Marken zum Zeitpunkt der Befragung auf dem Schirm.

Nicht so bekannt

Von nicht so vielen der Studienteilnehmer als solche eingestuft, die führend beim Angebot elektrischer Autos sind, wurden Opel, Renault, Nissan und Honda. Während immerhin noch sieben Prozent Renault im Blick hatten und sechs Prozent Nissan nannten, kamen Opel und Honda nur auf vier und drei Prozent der Stimmen.

Kaufen oder nicht kaufen

Die Frage, ob sie sich vorstellen könnten, ein E-Fahrzeug zu erwerben, bejahten 41 Prozent. Diese sagten, ein sehr hohes bis hohes Kaufinteresse zu haben. Im Juli 2017 hatten das noch nur 39 Prozent geantwortet. Im Mai 2016 hatten sogar nur 30 Prozent diesen Wunsch geäußert. Allerdings sagen auch heute noch 52 Prozent, dass sie nur eine geringe oder aber keine Kaufabsicht haben.

Zielgruppengenaues Marketing

Wer die Zielgruppe der Interessenten passend adressieren will, muss sie erst einmal kennen. Auch einen Einblick, wie diese ticken, gibt die Studie. Sehr hohes Interesse hat demnach vor allem eine Kundenklientel, die durchschnittlich 40 Jahre alt ist, über ein überdurchschnittliches Haushaltseinkommen verfügt und in der Großstadt wohnt. Hinzu kommen eine höhere Investitionsbereitschaft, die Ansicht, dass der Diesel veraltet ist und der oft bei diesen anzutreffende Wunsch, das Auto als Statussymbol zu nutzen. Die vielversprechendsten potenziellen Elektroauto-Käufer sind „jung, urban“ und verfügen über ein „hohes Neuwagenbuget“ fassen die Analysten von Plus Marktforschung zusammen.

Zumindest ist diese Zielgruppe wohl der Vorreiter bei der Nutzung elektrischer Wagen. Denn auch wer beim Autokauf vor allem auf die Kosten schaut, könnte immer häufiger auch auf E-Fahrzeuge schauen. Hat doch kürzlich erst der ADAC festgestellt, dass Elektroautos überraschend günstig sind. (khof)

Quelle: Puls Marktforschung

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