LEVC bringt Elektro-Taxi nach Deutschland

Die London Electric Vehicle Company (LEVC) will mit dem elektrischen Taxi TX den deutschen Markt erobern. Import und Wartung der Fahrzeuge sollen gemeinsam mit Volvo realisiert werden.

Im Dezember 2017 hatte das erste elektrisch betriebene Black Cab in London seinen Dienst aufgenommen. Jetzt will die Geely-Tochter LEVC mit dem E-Taxi Deutschland erobern. „Inzwischen dürfte jedem klar sein, dass die Ziele der Energiewende und die Luftqualität nur erreicht werden können, wenn mehr Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sind. Mit dem TX wollen wir unseren Beitrag dazu leisten“, sagte Carl-Peter Forster, Aufsichtsratsvorsitzender von LEVC bei der offiziellen Einweihungsfeier in Berlin. Mithilfe von Volvo – die schwedische Marke gehört ebenfalls zum chinesischen Geely-Konzerns – will Forster den Import, Verkauf und Wartung der E-Taxis managen.

Energiekosten für eine Tagesetappe? 10 Pfund

Das 150 PS-starke TX ist als Plug-In-Hybrid konzipiert: rein batterieelektrisch fährt das Cab etwa 130 Kilometer weit. Ein Benzinmotor treibt während der Fahrt einen Generator an, der die Batterien wieder auflädt und die Reichweite auf 640 Kilometer hochschraubt.  „eCity Technology“ nennt der britische Autohersteller das Prinzip und stellt folgende Rechnung auf:

Bei einer Tagesschicht von knapp 200 Kilometern (120 Meilen) kann der Fahrer den Großteil davon rein batterieelektrisch zurücklegen: nämlich 160 Kilometer. Die restlichen 40 werden mithilfe des benzingetriebenen Range Extenders gewährleistet. Legt man die britischen Preise für Kraftstoff und Strom zugrunde, kostet die gesamte Tagesstrecke weniger als 12 Euro (10 Pfund).  „Der Taxifahrer kann so bis zu 440 Euro an monatlichen Spritkosten einsparen“, betont LEVC. Zudem seien für das TX nur alle 15.500 Kilometer Wartungsintervalle vorgesehen.

"Unser Taxi wird eine Revolution"

Drei verschiedene Fahrmodi – Smart, Pure EV und Save – stehen dem Fahrer zur Verfügung und nehmen den Batterieantrieb und den Range Extender unterschiedlich in Anspruch. Die Rekuperation sorgt für die Wiederaufladung der Batterie beim Bremsvorgang. Das Taxi kann entweder an der normalen Haushaltssteckdose (7 kW), einer Normalladesäule (11 – 22 kW) oder einer Schnellladesäule (50 kW) aufgeladen werden.  

Bis zu sechs Fahrgäste finden im Londoner E-Taxi Platz, das mit Auflademöglichkeiten für Smartphones und Laptops, WIFI und einem Lesegeräte für kontaktloses Bezahlen ausgestattet ist. Ein Filtersystem stoppt die externe Luftzufuhr, wenn außerhalb des Fahrzeugs überhöhte Feinstaubwerte gemessen werden. Die ersten Elektro-Taxis werden in die Niederlande geliefert,  auch deutsche Interessenten gibt es bereits, so LEVC und ist sich sicher: „Unser Taxi wird eine Revolution – sowohl für Fahrer als auch für Fahrgäste.“ (aho)

 

Quelle: LEVC

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