Bosch bringt das erste serienreife Antiblockiersystem für E-Bikes auf den Markt. Die Neuentwicklung soll das Blockieren des Vorderrades zu verhindern sowie das Abheben des Hinterrads durch ein intelligentes System begrenzen. So ließe sich der Bremsweg reduzieren, und das Risiko von Überschlägen und Stürzen wird verringert.

Mehr Sicherheit durch ABS

 Einen flächendeckenden Einsatz des ABS vorausgesetzt, ließen sich einer Studie der Bosch Unfallforschung zufolge Pedelec-Unfälle somit um bis zu 25 Prozent reduzieren. 

Aktuell fahren allein in Deutschland rund 3 Millionen Menschen Fahrräder mit elektrischer Unterstützung. Zwei von der Bosch Unfallforschung durchgeführte Studien gelangen zum Ergebnis, dass sich mit einem ABS am Pedelec die Unfallquote senken ließe. In der ersten Studie wurden mehr als 500 Fahrradunfälle in Deutschland untersucht und analysiert. 

Zentrale Erkenntnis: Mit dem richtigen Bremsverhalten ließen sich viele Unfälle vermeiden oder deren Folgen vermindern. Denn bei jedem fünften der untersuchten Fahrradunfälle erfolgte der Sturz schon vor der eigentlichen Kollision. Viele dieser Stürze seien auf ein falsches oder fehlendes Bremsverhalten zurückzuführen. 

Durch das ABS ist ein kontrollierteres und stabileres Abremsen auch in kritischen Situationen möglich. Auch die zweite Studie, die auf Daten von mehr als 5.400 Fahrradkollisionen und -stürzen basiert, bestätigte, dass in bis zu drei von vier Kollisionen keine Bremsung erfolgte. Laut den Unfallforschern ließe sich mit ABS nahezu jeder vierte Pedelec-Unfall vermeiden. Zusätzlich könne die Anzahl der Unfälle mit schweren Verletzungen gesenkt werden.

Testphase des ABS ab Herbst 2017

In der Einführungsphase sind ab Herbst 2017 erste Pedelecs mit dem Bosch eBike ABS von ausgewählten Flottenpartnern unterwegs, im Handel ist es ab Herbst 2018 erhältlich. Das ABS wird zunächst ausschließlich an Trekking- und Citybikes mit 28 Zoll Reifen verbaut. (aho)

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