Der Rohstoffbedarf der Elektromobilität

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4.4. Die Rolle des Recyclings

Wie bereits bei den Szenarien-Ergebnissen zu Lithium und Kobalt hervorgehoben, kommt dem Recycling von Lithium-Ionen-Batterien eine hohe strategische Bedeutung zu. Bislang fokussierte sich das Recycling von Lithium-­Ionen-Batterien – neben dem Recycling von Komponenten wie Aluminiumgehäuse, Kup­ferkabel und Batterie-Management-System in bestehenden Anlagen – auf Kobalt, Nickel, Kupfer und gegebenenfalls Aluminium aus den Batteriezellen. Hierfür sind mehrere Verfahren in der Entwicklung [6] und in Europa (z.B. bei den ­Unternehmen Umicore und Accurec), Asien usw. auch erste Anlagen am Markt. Ökobilan­zen des Öko-Instituts zu unterschiedlichen Re­cyclingverfahren für Lithium-Ionen-Batterien zeigten durchweg positive Ergebnisse [6].

Das Recycling von Lithiumverbindungen aus den Batteriezellen rechnete sich bis vor Kurzem für die Recyclingunternehmen nicht. ­Relativ geringe Lithiumpreise und (noch) geringere End-Of-­Life-Mengenströme von Lithium-Ionen-­Batterien machten diesen Weg wirtschaftlich nicht ­attraktiv. Im Jahr 2017 kamen durch deut­lich ­steigende Preise für Lithiumverbindungen und den stark wachsenden Elektromobilitäts­bereich entscheidende Impulse für ein Lithium­recycling. So verkündete Umicore, dass seit 2017 aus dem ­Nebenprodukt Schlacke, welche beim Betrieb der pyrometallurgischen ­Recyclinganlage für Batterien in Hoboken/Belgien anfällt, nun auch ­Lithium – nach bisher schon Kobalt, Nickel und Kupfer – zurückgewonnen wird [7].

Für einen optimierten Recyclingkreislauf von Lithium-Ionen-Batterien sind jedoch nicht nur optimierte Technologien und Anlagen notwen­dig. Wichtig und unverzichtbar sind optimier­te Erfassungs-, Sammel- und Vorbehandlungs­systeme, beispielsweise auch für die Millionen Pedelec-Batterien, die in den nächsten Jahren in der EU in die End-of-Life-Phase kommen. Die aktuell gültige EU-Batterie-Direktive ist nicht zu­letzt aufgrund der stürmischen Entwicklungen der Elektromobilität in einer Reihe von Punkten veraltet bzw. ergänzungsbedürftig. Das Öko-­Institut arbeitet aktuell für die EU-Kommission an einem Evaluierungsreport zur derzeit gültigen Richtlinie. Dies ist die erste Stufe für eine Revision der Richtlinie, die so schnell wie möglich kommen muss. Notwendig sind ambitionierte Ziele für das Sammeln, die Zweitnutzung und das Recy­celn gebrauchter Antriebsbatterien sowie spezi­fische Ziele für die Rückgewinnung strategischer Schlüssel­rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel. ­Weiterhin müssen Fragen der Verantwortung, der Kostenübernahme und die Minimierung von Sicherheitsrisiken umfassend geregelt werden [8].

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