Formel E

Der Zürich ePrix im Juni 2018 ist für die Formel E in greifbare Nähe gerückt - nachdem der Stadtrat am Donnerstag sein OK gegeben hat, muss jetzt nur noch das Straßenverkehrsamt grünes Licht geben. Die Bewilligung ist jedoch an diverse Auflagen geknüpft.

Stadt gibt Sicherheits-und Kostenauflagen vor

Aufatmen bei der Formel E: Ob das Rennen unter dem Motto "More than a race"in Zürich überhaupt stattfinden würde, war bis vor kurzem noch nicht geklärt - der Stadtrat hatte trotz anderslautender Ankündigungen seitens der Veranstalter noch keine finale Bewilligung erteilt. Jetzt scheint dem Rennen bis auf formelle und organisatorische Auflagen nichts mehr entgegenzustehen. Diese sehen unter anderem umfangreiche Sicherheits-, Verkehrs- und Reinigungskonzepte vor.

Die Ausarbeitung einer alternativen Straßenroute für Umleitungen obliegt dem Veranstalter, und die betroffenen Rennstraßen dürfen nur am Wochenende gesperrt sein. Auch in Sachen Streckenführung mussten die Renn-Organisatoren "E-Mobil Züri" und "OK E-Prix Zürich" Zugeständnisse machen und auf den ursprünglich geplanten östlichen Streckenteil verzichten. Zudem gilt die Auflage, dass die privat finanzierte Veranstaltung sämtliche Kosten tragen muss und die städtische Kasse nicht belastet werden darf. Bei dem Rennen am Zürichsee werden bis zu 50.000 Zuschauer erwartet.

Über die Formel E

Allgemein

Die Formel E ist die erste rein elektrische Rennserie der Welt und ging am 13. September 2014 in ihre erste Saison. Zehn Teams mit insgesamt 20 Fahrern – viele davon ehemalige Formel-1-Piloten – treten in zahlreichen Weltstädten gegeneinander an. Auch Deutschland war schon Gastgeber: Der ePrix 2015 fand auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof statt. Der veranstaltende Automobilweltverband FIA, der auch die Formel 1 organisiert, will mit der Serie einen anderen Weg als alle anderen Rennserien einschlagen und neue Zielgruppen ansprechen – vor allem Jugendliche. Die Saison beginnt entgegen der meisten anderen Serien im Herbst und endet im Sommer.

Prämien

Damit ein Engagement für die Teams bezahlbar bleibt, setzt die Formel E auf eine offizielle Kostenobergrenze von 3,5 Millionen US-Dollar pro Saison. Das entspricht derzeit etwas mehr als drei Millionen Euro. Zum Vergleich: In der Formel 1 muss ein Rennstall mindestens 44 Millionen US-Dollar pro Jahr in die Hand nehmen. Zudem erhalten die zehn Rennställe der Formel E keine Gelder aus der TV-Vermarktung. Stattdessen wird gute Leistung belohnt: Jeder Meisterschaftspunkt spült den Teams 3.500 Euro in die Kassen. Außerdem ist der Meistertitel in der Formel E mit 5 Millionen Euro dotiert. Die Antrittsgebühr in der Formel E beträgt 50.000 Euro pro Team pro Saison. Jedes Formel-E-Auto ist rund 350.000 Euro wert.

 

Redaktionstipp: Eine sehenwerte Reportage von National Geographic über die Formel E

 

Quelle: e-formel.de

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